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PRAXIS
MMI/ks
Die 7 Tipps helfen Führungskräfte aus der Krise

Viele Führungskräfte geraten in einem bestimmten Alter in eine Sinnkrise. Trotz allem Stress und der vermeintlichen Sicherheit, alle Fäden in der Hand zu halten, gibt es Momente, in denen sich jeder Manager und Unternehmer, jede Führungskraft die Frage nach dem Sinn des Daseins stellt. Und immer wieder glauben sie, Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Doch Achtung! Oft ist es nicht das Ende des Tunnels, dazu sind Führungskräfte viel zu sehr in ihrem Leben verstrickt. Nein, es ist der Zug, der ihnen entgegenkommt und der sie zu überrollen droht.

Der Zug, in übertragenem Sinne, kann sein, dass ein Arzt feststellt, dass der 50jährige Unternehmer kurz vor dem Herzinfarkt steht. Der Zug kann aber auch sein, dass ihm seine Frau, die er über Jahre vernachlässigt hat, mitteilt, dass sie ihn verlassen wird. Der Zug kann sein, dass eines seiner Kinder verunglückt oder krank wird. Der Zug kann ebenfalls sein, dass ein guter Freund von ihm, auch in einer Führungsposition, entlassen wird und vor den Scherben seines Lebenswerkes steht. Folgende Tipps helfen, die Sinnkrise zu meistern:

  • 1. Fragen stellen und nicht auf alle Antworten erwarten
    In Sinnkrisen stellen sich Menschen oft Fragen, die sie sich noch niemals zuvor gestellt haben: „Was tue ich eigentlich wirklich in meinem Leben? Was bewirke ich mit meinem Tun? Wofür tue ich das, was ich tue überhaupt?“ In ihrer Verzweiflung fragen sie sich auch: „Wenn ich heute sterben würde und auf mein Leben zurück blicke - was habe ich erreicht, geschaffen? Wie werden mich meine Mitarbeiter in Erinnerung halten? Wie meine Familie, wie meine Kinder?“. Die Antworten darauf gefallen nicht immer und für viele Fragen finden sich gar keine Antworten. Was der Führungskraft durch die Fragen jedoch bewusst wird, ist die Tatsache, dass sie ihr Leben bislang nicht so geführt hat, wie sie es führen wollte. Der Mensch hinter der Führungskraft fragt sich, wo seine Lebensträume geblieben sind. Er fragt sich schlichtweg, welchen Sinn sein Leben hat.
  • 2. Eine Diagnose stellen
    In einer solchen massiven Lebens- und Sinnkrise fällt es schwer, sich der Realität zu stellen – und das, obwohl man befürchtet oder im Innersten bereits weiß, dass das eigene Leben in Bruchstücke zerfallen wird. Würde man hier eine klinische Diagnose des Krankheitsbildes stellen, so müssten folgende diagnostische Richtlinien nach dem ICD 10 der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen beachtet werden: Immer wieder auftretende Angstattacken, manische und depressive Episoden die sich abwechseln, Verlust der sozialen Kompetenz, Schlafstörungen, Nervosität, Muskelzittern, erhöhter Suchtmittelkonsum, selbstschädigende Verhaltensweisen, soziale Isolation, Zwangsgedanken.
  • 3. Unterstützung und Hilfe suchen
    Auch, wenn es in diesem Moment nicht immer so aussieht: Gerade diese Führungskräfte sind äußerst wertvolle Mitarbeiter in einem Unternehmen. Das Interesse der Firma sollte es deshalb sein, diese Führungskräfte nicht zu verurteilen, sondern ihnen im Prozess beizustehen, ihre Sinnkrise zu lösen und wieder handlungsfähig zu werden. Eine Sinnkrise ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Weder von dem betroffenen Unternehmen, noch von der betroffenen Person! Es geht um Menschen, die Profis sind und es geht um Unternehmenserfolg oder Misserfolg.


Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Sie den Leidensdruck mindern und Ihr "Wunschleben" realistisch gestalten können!

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 News - 22.05.2013
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