In einem Team treffen mehrere unterschiedliche Menschen aufeinander. Reibereien, Eifersüchteleien und auch offener Streit sind dabei durchaus normal. Solche Auseinandersetzung sind für die konstruktive Arbeit im Team durchaus wichtig, solange sie auf einer sachlichen Ebene bleiben. Sehr viel konfliktträchtiger als sachliche Auseinandersetzungen sind gruppendynamische Prozesse.
Konflikte drohen beispielsweise immer dann, wenn ein Team-Mitglied in eine Rolle gedrängt wird, die es nicht einnehmen möchte oder eine Rolle anstrebt, die es nicht einnehmen kann. Um Konflikten in Ihrem Team vorzubeugen, sollten Sie die folgenden Tipps beachten:
- Achten Sie bereits bei der Zusammenstellung des Teams neben der Fachkompetenz darauf, dass die Mitglieder auch menschlich zueinander passen. Setzen Sie nicht 2 Mitarbeiter, zwischen denen es bereits „knistert“, gemeinsam in ein Team.
- Schaffen Sie klare Regeln für den Umgang im Team, und sorgen Sie dafür, dass die Regeln auch eingehalten werden. Erarbeiten Sie die Team-Regeln nach Möglichkeit gemeinsam mit den Team-Mitgliedern. Solche gemeinsam geschaffenen Regeln werden oft sehr viel leichter akzeptiert als von oben diktierte Regeln.
- Vermeiden Sie die 4 negativen Rollen „Außenseiter“, „Clown“, „Gegenführer“ und „Mitläufer“ in einem Team. Diese Rollen bieten reichlich Konfliktpotenzial – beispielsweise, wenn ein Gegenführer ständige Machtkämpfe entfacht. Versuchen Sie, Außenseiter, Clowns und Gegenführer mit besonderen Aufgaben wieder in das Team zu integrieren. Locken Sie Mitläufer durch gezielte Motivation, Anerkennung und Lob aus der Reserve.
- Achten Sie aufmerksam auf negative Veränderungen. Ein Team wächst nicht einmal zusammen, und arbeitet dann perfekt zusammen. Auch in eingespielten Teams laufen ständig gruppendynamische Prozesse ab, die zu negativen Veränderungen führen können. Achten Sie nicht nur auf mögliche Reibereien unter den Team-Mitgliedern, sondern auch auf Signale wie erhöhte Krankmeldungen und stockenden Informationsfluss.
- Unterdrücken Sie Auseinandersetzungen nicht. Achten Sie aber darauf, dass die Auseinandersetzung sachlich bleibt und nicht ausufert. Vermeiden Sie unbedingt Situationen, in denen es eindeutige Gewinner und eindeutige Verlierer gibt.
- Verordnen Sie keine Harmonie von oben. Auch wenn es vielleicht verlockend erscheint, zwingen Sie das Team nicht zu einem harmonischen Miteinander. Appellieren Sie nicht ständig an den Teamgeist und die Solidarität. Eine erzwungene Harmonie führt nur dazu, dass sich die Team-Mitglieder andere Wege suchen, Auseinandersetzungen auszutragen.
- Geben Sie Ihrem Team ein gutes Vorbild. Achten Sie bewusst auf Ihr Kommunikationsverhalten und Ihren Umgang mit anderen Team-Mitgliedern. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Auseinandersetzungen eskalieren, reduzieren Sie eine Zeitlang die Häufigkeit der Team-Sitzungen. Oft beruhigen sich die Gemüter von allein, wenn die Team-Mitglieder ein wenig Abstand gewinnen können.
Quelle
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