Konfliktthemen offen und transparent angehen, die bisher oftmals unter
der Oberfläche Erfolge minderten, ist Aufgabe dere Führung.
Lesen Sie, wie Sie in Mitarbeiterbesprechungen, Meetings und
Teambesprechungen durch den offenen Umgang mit Konflikten
unternehmerische Energie freisetzen.
- 1. Sprechen Sie offen über schwierige Themen
Dabei
gibt es nichts schlimmeres als schwierige Themen totzuschweigen.
Natürlich gibt es viele unangenehme Entscheidungen und
Vorkommnisse in allen Bereichen eines Unternehmens. Das beginnt schon
bei strategischen Entscheidungen der Unternehmensführung, die
Manager von der mittleren Ebene für schlichtweg unsinnig halten.
Auch über die Aktivitäten der Konkurrenz lässt sich,
wenn die sehr viel erfolgreicher arbeitet, kein wirklich sachliches,
entspanntes Gespräch führen. - 2. Wirken Sie Tabuthemen entgegen
Manchmal
muss sich ein Unternehmen aber mit diesen wenig erfreulichen Themen
auseinandersetzen. Unangenehme Inhalte zu meiden, bis niemand sie mehr
wahrnimmt, ist gefährlich. Denn dadurch kann es passieren, dass
Unternehmen falsche strategische Entscheidungen fällen oder sogar
ganze Entwicklungen verschlafen. Leider stellen Unternehmensberater
aber immer noch häufig fest, dass es neben den klassischen
Verhaltenstabus, deren Beachtung eine einfache Frage des guten
Benehmens ist, immer mehr Tabuthemen gibt, die sich niemand
anzusprechen traut. - 3. Konzentrieren Sie sich auf den Erfolg des Unternehmens
In
einer Atmosphäre, die es niemandem ermöglicht, offen und frei
seine Meinung zu sagen, kann man dann allerdings auch sämtliche
Meetings und strategische Besprechungen gleich abschaffen. Denn
sinnvoll sind sie dann nicht mehr. Da aber niemandem daran gelegen sein
kann, müssen sich die Formen der Kommunikation in den Unternehmen
dringend ändern. Den Anfang sollte eine allgemeine
Verständigung auf eine gemeinsame Grundlage bilden: den Erfolg des
Unternehmens. Auf dieser Basis muss es möglich sein, Strategien
und Ideen diskutieren und verwerfen zu können. In einer
Besprechung über eventuelle neue Projekte fühlen sich die
Urheber der Vorschläge dann vielleicht angegriffen, wenn ein
anderer Manager klar ausspricht, es sei nicht sinnvoll. - 4. Argumentieren Sie sachlich und kritisieren Sie konstruktiv
Einem
vernichtenden Urteil nimmt man allerdings die Schärfe, wenn man
diplomatisch vorgeht und es höflich, aber klar ausspricht. Eine
gute argumentative Fundierung hilft dabei unnötige
zwischenmenschliche Probleme aufkommen zu lassen. Die Ablehnung eines
Projektes können die Urheber dann viel leichter als konstruktive
Kritik verstehen. Entwickelt sich daraus eine sachliche Diskussion in
der Besprechung, die auch in den Rest des Unternehmens wirkt, so dass
sich alle daran beteiligen können, ist das meiste auf dem Weg zur
offenen Kommunikation bereits getan.
Quelle
Fachverlag für Recht und Führung
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