Die Unternehmen der optischen, medizinischen und mechatronischen
Industrie in Deutschland rechnen für 2008 mit einem
Umsatzwachstum von 8 Prozent auf insgesamt knapp 46 Milliarden Euro.
Die Beschäftigtenzahl erhöht sich voraussichtlich um 3
Prozent auf dann rund 242.000 Mitarbeiter. Bei den
Branchenbetrieben wird die Anzahl konstant bei etwa 2.700 Firmen
liegen.
Allein der Bereich Laser und Optische Komponenten erwartet eine
Umsatzsteigerung von etwa 9 Milliarden Euro in 2007 auf 9,7 Milliarden
Euro im laufenden Jahr. Hier liegt die Zuwachsrate sogar bei 9 Prozent.
Diese positive Einschätzung bezieht sich sowohl auf das Inlands-
als auch auf das Auslandsgeschäft. Für den Inlandsumsatz wird
ein Plus von 10 Prozent erwartet. Dies entspricht einem Wert von
rund 3,5 Milliarden Euro. Beim Auslandsgeschäft gehen die Firmen
von einem Zuwachs von 8 Prozent aus, so dass der Umsatz hier bei 6,2
Milliarden Euro liegen würde. Auch die Beschäftigtenzahl soll
2008 zunehmen. Mit einer prognostizierten Steigerung von 3
Prozent läge sie dann bei etwa 48.700 Mitarbeitern.
Bereits 2007 hatte sich diese Teilbranche als besonders wachstumsstark
erwiesen. So erzielte beispielsweise die augenoptische Industrie im
vergangenen Jahr ein vergleichsweise leichtes Umsatzplus von 2,4
Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, während die Industrie für
Laser und Optische Komponenten mit einem Umsatz von 9 Milliarden Euro
ein Plus von 12 Prozent zu verzeichnen hatte.
Insgesamt konnten die Unternehmen der optischen, medizinischen und
mechatronischen Industrie nach vorläufigen Zahlen im vergangenen
Jahr ein Plus von 8,6 Prozent verbuchen. Das Inlandsgeschäft legte
dabei um 8,8 Prozent zu und erreichte einen Wert von 17,6 Milliarden
Euro. Auch der Auslandsumsatz bewegte sich mit 24,7 Milliarden Euro und
einem Zuwachs von 8,5 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau.
Die Exportquote lag damit 2007 unverändert bei 8 Prozent. Der
Wachstumstrend wirkte sich entsprechend positiv auf die Entwicklung der
Beschäftigtenzahlen aus: Mit etwa 235.000 Beschäftigten
konnte die Anzahl der Mitarbeiter um rund fünf Prozent gesteigert
werden. Was die Zahl der Branchenbetriebe anbelangt, so blieb sie mit
einem leichten Plus von 1,3 Prozent fast konstant bei 2.690 Firmen.
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Trotz dieser positiven Gesamtentwicklung haben alle drei Teilbranchen
ein gemeinsames Problem: den Fachkräftemangel. Der
Industrieverband SPECTARIS führt dieses Problem darauf
zurück, dass die Aufträge, Projekte und Fertigungsprozesse
der entsprechenden Industriezweige wesentlich komplexer geworden sind.
Allerdings lassen sich, aus Sicht von
SPECTARIS-Geschäftsführer Sven Behrens, gewisse
Gegenmaßnahmen ergreifen. So gelte es, bereits in den
Kindergärten und Schulen die Technikbegeisterung zu fördern
und die Aus- und Weiterbildung weiter zu verbessern. Zudem müssten
die Zugangsbedingungen für Fachkräfte aus dem Ausland
erleichtert werden. Auch die ältere Generation sei stärker
einzubinden und der Anteil an weiblichen Fachkräften müsse
durch geeignete Rahmenbedingungen stärker gefördert werden.
"Der Fachkräftemangel darf eine Zukunftsbranche nicht in ihrer
Entwicklung behindern", sagt Behrens.