Mit dem neuen MarSurf LD 120 Aspheric stößt der Längen-
und Formmessspezialist Mahr weiter in die Welt der Optik vor. Der
hochgenaue 3D-Messplatz erfüllt die komplexer werdenden
Anforderungen optischer Systeme, beispielsweise von Zoom-Objektiven,
Optiken für DVD-Laufwerke oder Linsen in Handykameras. Dafür
werden zunehmend asphärische Linsen eingesetzt. Mögliche
Abweichungen bei der industriellen Serienfertigung dieser
anspruchsvollen Optiken im Nanometerbereich werden durch das LD 120
frühzeitig erkannt, aufwändige Nachbearbeitungen entfallen.
Im MarSurf LD 120 Aspheric verbindet Mahr sein Know-how der
Oberflächenmessung mit dem der Formmessung: Die Linsen von 5 mm
bis 100 mm Durchmesser drehen sich auf dem Messtisch; dabei erfasst das
im Nanometerbereich auflösende Oberflächenmessgerät
MarSurf LD 120 die Koordinatenpunkte der asphärischen Linse stern-
oder spiralförmig mit einer Messkraft von nur 0,7 mN. Da sich der
Messplatz in einer schwingungsgedämpften Kabine befindet, ist der
Messvorgang weitgehend frei von äußeren
Störeinflüssen, wie Vibrationen und Verunreinigungen.
Das Auswerteprogramm dient der Analyse der asphärischen
Oberflächenmessungen. Asphärische Flächen sind nicht
kugelförmig und bieten bessere Möglichkeiten,
Abbildungsfehler zu korrigieren; denn die Fläche kann weitgehend
frei geformt werden. Die Software des Messplatzes speichert die
gemessenen Profile. Die Sollform der Asphäre wird definiert und
der Restfehler der Asphären gegenüber der Sollform bestimmt.
Die Daten werden den Bearbeitungsmaschinen automatisch zum Nachregeln
zur Verfügung gestellt ("closed loop").
Im Unterschied zum Laserinterferometer erlaubt die taktile Messtechnik
auch die 2D- und 3D-Messung von optisch rauen Oberflächen. Schon
früh im Produktionsprozess, beispielsweise in der Phase des
Schleifens, kann geprüft und ggf. korrigiert werden. Somit werden
Werkstücke, die aus den definierten Toleranzen herausfallen, gar
nicht erst weiter bearbeitet. Zeit- und kostenaufwändiges
Nachbearbeiten fehlerhafter Linsen entfällt. "Mit unserer
Produktinnovation und der Messmethode decken wir eine Marktlücke
ab und unterstützen die Qualitätssicherung in der
industriellen Fertigung", kommentiert Dr. Andreas Beutler, Leiter
Technologie und Verfahren, die Neuheit.