Pixargus stellt jetzt das neue MEDICTUBE-S System vor, das kleinste
Defekte auf der Oberfläche von Schläuchen erkennt. Es
detektiert und klassifiziert unterschiedliche Fehler wie Pickel,
Blasen, Gelpartikel, Einschlüsse und kleine Löcher. So
können Bereiche des Schlauches, die den vorgegebenen
Qualitätsstandards nicht entsprechen, herausgeschnitten werden.
Das neue Inline-Inspektionssystem MEDICTUBE-S von Pixargus ist flexibel
an unterschiedliche Materialien und Schlauchdurchmesser anpassbar. Das
System arbeitet mit 4 Kameras und kann Schlauchoberflächen
vollständig, objektiv und reproduzierbar überprüfen. So
ist es erstmals möglich, Qualitätsstandards für
medizinische Schläuche präzise und verbindlich zu definieren
und während der Produktion einzuhalten. Auf diese Weise
gewährleistet MEDICTUBE-S, dass nur fehlerfreies Material in den
Verkauf gelangt.
Der Schlauch wird aus allen Richtungen beleuchtet, um Defekte überall auf dem Umfang sichtbar zu machen.
Quelle: PixargusÜber die Qualitätssicherung in der Endkontrolle hinaus werden
die Daten genutzt, um die Produktion zu optimieren und Fehler gar nicht
erst entstehen zu lassen. Beispielsweise werden Trends bei der
Häufigkeit von Defekten auf den Oberflächen in Echtzeit
erfasst, so dass unmittelbar Gegenmaßnahmen ergriffen werden
können. Das Bedienpersonal kann unmittelbar korrigierend
eingreifen und fehlerhaftes Material sofort aussortieren.
Eine besondere Herausforderung bei der Konstruktion des
Inspektionssystems war, dass viele Schläuche einen kleinen
Außendurchmesser aufweisen und Fehler in der
Größenordnung von weniger als einem 1/10 Millimeter gefunden
werden müssen. Gleichzeitig sind solche Schläuche mechanisch
äußerst sensibel, was bei der Führung und
Einfädelung in das System berücksichtigt werden muss.
Pixargus löst diese Herausforderung durch einen seitlichen
C-Schlitz, der es ermöglicht, das System nachträglich in die
Produktionslinie zu fahren. Mit extrem hochauflösenden Kameras und
einer speziellen, zweigeteilten Lichtquelle macht das System auch
kleinste Fehler sichtbar und detektiert sie zuverlässig.
Björn Lindner, Geschäftsführer von Pixargus, sieht
für Hersteller und Anwender große Vorteile: „Gerade in
der Medizin ist die 100-Prozent-Kontrolle unabdingbar. Bei
Produktionsgeschwindigkeiten von 50 m/min und mehr ist der Mensch
überfordert, kleinste Unregelmäßigkeiten auf zudem noch
transparentem Material zu erkennen. Auch die bislang eingesetzten
„Knotenwächter“ messen lediglich den
Außendurchmesser in zwei Achsen. Unser neues System prüft
jeden einzelnen Millimeter der Schläuche aus allen Richtungen. So
ist sichergestellt, dass nur einwandfreies Material versandt wird.
Außerdem hilft das System den Herstellern, Fertigungskosten
deutlich zu senken.“