Wahrscheinlich haben Sie schon lange auf Ihre große Chance als
neue Führungskraft gewartet. In dieser Zeit haben Sie zahlreiche
Vorgesetzte erlebt – kompetente und weniger kompetente, gute und
schlechte. Vermutlich haben Sie auch schon oft darüber
nachgedacht, was Sie alles besser machen würden, wenn man Sie nur
ließe. Nun sind Sie endlich an der Reihe! Doch Achtung: in Ihrer
neuen Situation prallen zwei Erwartungen aufeinander: Sie wollen alles
besser machen und Ihre neuen Mitarbeiter, Vorgesetzten und Kollegen
erwarten von Ihnen, dass alles so bleibt, wie bei Ihrem Vorgänger.
Wie können Sie mit dieser Situation am besten umgehen?
- Befreien Sie sich von den Vorstellungen von Führung, die
Ihr Vorgänger vertreten hat. Natürlich ist es gut zu wissen,
was für ein Erbe Sie antreten, jedoch nur um die Erfahrungen und
Erwartungen Ihrer zukünftigen Mitarbeiter besser einschätzen
zu können
- Und: Lösen Sie sich von dem Wunsch, alles
besser machen zu wollen. Finden Sie stattdessen Ihren persönlichen
Stil und führen Sie authentisch und integer. Damit machen Sie fast
automatisch vieles anders - und manches vielleicht auch besser
- Nicht
nur für Sie ändert sich durch Ihre neue Aufgabe einiges. Auch
Ihre Mitarbeiter müssen sich mit Veränderungen arrangieren.
Zum Beispiel mit Ihnen als neuem Vorgesetzten und Ihrem neuen
Führungsstil, möglicherweise auch mit inhaltlichen
Veränderungen und Umstrukturierungen in Ihrer Abteilung. Auch wenn
Änderungen zum Alltag gehören, sollten Sie sich immer wieder
in die Lage Ihrer Mitarbeiter versetzen und ein offenes Ohr für
deren Fragen, Sorgen und Bedenken haben.
Autorin
Christiane Drühe-Wienholt
Businessvillage
http://www.businessvillage.de