Branchenthemen LASER World of PHOTONICS World of Photonics Congress LASER World of PHOTONICS China
HOME
FACHTHEMEN
BUSINESS LIFE
Suche in...
 VOLLTEXTSUCHE 
 AUSSTELLERDATENBANK  go
 TERMINDATENBANK  go
 KONFERENZPROGRAMM  go
 
Partners  
 Newsletter abonnieren  Newsletter abonnieren
:-) my.world-of-photonics.net
Username 
Passwort 
Passwort vergessen? 
Jetzt registrieren!
i Alles über my.world-of-photonics.net

Mercateo - der Megahändler für Geschäftskunden im Internet


Seite drucken Seite weiterempfehlen  |   English
PRODUKTINNOVATION
Ganzkörperscannern
Passive Terahertz-Bildgebung für die Sicherheitstechnik

Während der europaweite Einsatz von Ganzkörperscannern auf Flughäfen wegen allzu großer Übergriffe auf die Intimsphäre der Fluggäste immer noch sehr kontrovers diskutiert wird, ist das Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena dabei, eine Terahertz-Sicherheitskamera zu entwickeln, die Objekte mit hohem Gefährdungspotenzial erfassen kann, ohne dabei anatomische Details aufzuzeichnen.

Passive Terahertz-Bildgebung für die Sicherheitstechnik 200x551
Ganzkörperaufnahme
Foto: IPHT
Auf einigen europäischen Flughäfen kommen sie bereits zum Einsatz: die sogenannten "Nacktscanner" erscheinen vielerorts schon als Mittel der Wahl zur Enttarnung von Terroristen. Bei diesen Scannern handelt es sich um moderne Abtastgeräte, die zumeist unter Einsatz von schmalbandiger Millimeterwellenstrahlung geringer Intensität Menschen buchstäblich unter die Kleidung schauen können. Dadurch ist es zwar möglich, beispielsweise metallische Gegenstände, wie Pistolen oder andere Waffen, zu entdecken. Gleichzeitig werden dabei jedoch detailgenaue Nacktbilder in Fotoqualität von den Reisenden erstellt.

Von diesen Geräten unterscheidet sich der am Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena entwickelte Prototyp durch zweierlei: Zum einen basiert er nicht auf einer Mikrowellentechnologie, die sich zumeist noch im Gigahertzbereich bewegt,  sondern die Forscher arbeiten im Infrarotbereich mit Frequenzen im Terahertzbereich. Damit zusammenhängend wirft der Detektor der Jenaer Forscher nicht aktiv Strahlen auf einen Menschen, sondern zeichnet das auf, was die Person passiv von sich aus abstrahlt. Der Vorteil: Passiv erstellte Bilder sind im Unterschied zu beleuchteten frei von jeglichen Schattenwürfen und damit "blind" für anatomische Details. Zudem besteht auf Grund des passiven Aufnahmestatus' auch keine Gesundheitsgefährdung.

Mit ihrem Ansatz ist es den Forschern gelungen, ein Problem zu lösen, das sich bei der Entwicklung von Terahertz-Kameras bisher stellte: Schon im Infrarotbereich sind die Eigenemissionen von Körpern relativ schwach. Bei Terahertz-Frequenzen sind diese nochmals eine Größenordnung schwächer und für konventionelle Detektoren nicht mehr nachzuweisen, da sie im Hintergrundrauschen untergehen.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma haben die Forscher dadurch gefunden, dass sie ultraempfindliche gekühlte Detektoren auf einer bolometrischen Basis entwickelt haben. Bolometer gehören zu den empfindlichsten Strahlungsdetektoren und messen den von einer einfallenden Strahlung erzeugten Temperaturanstieg in einem Absorbervolumen. Dadurch dass das am IPHT entwickelte Bolometer bei sehr tiefen Temperaturen nahe dem absoluten Temperaturnullpunkt arbeitet, lässt sich des thermische Rauschen limitieren. Zur Temperaturmessung setzen die Forscher modernste supraleitende Elektronik ein. Der Absorber für die Terahertz (THz)- Wellen besteht aus kleinen, lithographisch hergestellen Dipolantennen. Zur Temperaturmessung verwenden die Wissenschaftler einen Supraleiter aus Molybdän.

Ausgelesen wird der Detektor mit einem extrem rauscharmen Verstärker auf Supraleiterbasis. In Verbindung mit einer computergesteuerten Datenerfassung ermöglicht der am IPHT hergestellte Detektor den Nachweis einer extrem kleinen Strahlungsleistung von etwa 10  -16 Watt. Da die Eigenemissionen des menschlichen Körpers im THz-Bereich bei etwa 10  -14 Watt liegen, kann dieser Detektor ein rein passives THz-Abbild von Personen erstellen.

Als Demonstrator für die prinzipielle Funktionalität einer THz-Kamera haben die Jenaer Forscher mittlerweile einen Prototypen mit einem 7-Pixel Empfängerarray und einem Spiegelsystem für eine passive Abbildung von Objekten aus einer Distanz von fünf Metern konstruiert. Dabei orientiert sich das Spiegelsystem an teleskopischen Vorbildern aus der Radioastronomie.

Bis zur Realisierung einer THz-Kamera haben die Wissenschaftler noch eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen: Zum einen gilt es den aufgenommenen Bildausschnitt zu vergrößern sowie die Pixelzahl zu erhöhen. Außerdem soll die die Geschwindigkeit der Bildaufnahme gesteigert werden.  Bis 2010 wollen die Wissenschaftler 25 Bildaufnahmen in einer Sekunde erzielen..


PRODUKTINNOVATION
weitere Beiträge ( 229 )  weitere Beiträge ( 229 ) 
EKSPLA Laser Company
Abstimmbares kHz-Lasersystem mit Emission von 210 bis 2300 nm go
FBH präsentierte Neuentwicklungen auf der Laser 2009 in München
Schlüsselkomponenten für leistungsfähigere Materialbearbeitungssysteme go
Trumpf
Tiefschweißen hocheffizient - Diodenlaser ersetzet dank hoher Strahlqualität lampengepumpte Hochleistungslaser go
TECHNOLOGIEN
weitere Beiträge ( 57 )  weitere Beiträge ( 57 ) 
Fraunhofer ILT
Laserstrahl repariert Triebwerkskomponenten - großes Marktpotenzial für den Flugzeug- und Maschinenbau go
Leibniz IKZ
"Grün" wie das Licht der Sonne go
Munich-Centre for Advanced Photonics
Hochaufgelöste Bilder verbessern Brustkrebsdiagnose go
MÄRKTE-TRENDS
weitere Beiträge ( 56 )  weitere Beiträge ( 56 ) 
TÜV Rheinland
Weltweit modernstes Prüfzentrum für Solarsysteme in Köln eröffnet go
SPECTARIS
Mittelfristige Markterholung für Optische Technologien erwartet  go
SPECTARIS - Licht gestaltet Zukunft
Initiative Light Alliance zeigt Potenzial der optischen Technologien go
KÖPFE
weitere Beiträge ( 10 )  weitere Beiträge ( 10 ) 
Hugo-Geiger-Preis für Marc Steiner
Weltweit unerreichte Wirkungsgrade für Konzentratorsolarzellen go
European Physical Society (EPS)
Der Fresnel-Preis geht an Prof. Tobias Kippenberg go
Spectaris
Birgit Ladwig neue Leiterin des SPECTARIS-Fachverband "Photonik und Präzisionstechnik" go
NEUES VON MESSEN UND CONGRESS
weitere Beiträge ( 13 )  weitere Beiträge ( 13 ) 
Memorandum „Photonik 2020“
Zukunftsbranche Photonik - Deutschland muss die Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft ergreifen go
Final report
LASER World of PHOTONICS 2009 stärkt Zuversicht der Branche go
CEO Round Table der LASER World of PHOTONICS
Optische Technologien - Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum go
VERANSTALTUNG
weitere Beiträge ( 8 )  weitere Beiträge ( 8 ) 
PhotonicNet GmbH Kompetenznetz Optische Technologien
Kaiser-Friedrich-Forschungspreis 2009 zum Thema "Optische Sensorik" geht nach München go
Laser Components
Kostenlose Workshops zur LASER. World of Photonics go
CLEO
CLEO/Europe-EQEC 2009 takes shape go
PHOTONICS INTERVIEW
weitere Beiträge ( 5 )  weitere Beiträge ( 5 ) 
Prof. Dr. Jürgen Popp
Licht für die Gesundheit go
Prof. Andreas Tünnermann
Die Zukunft unserer Beleuchtung go
Dr.-Ing. Gerhard Holst, Leiter der Forschungsabteilung der PCO AG
Ein erfolgreiches Jahr für die Bildverarbeitung go
GESETZ
Richtlinie RoHS
SPECTARIS sieht weitere Hürde für eine Ausnahmeregel zur Verwendung von Blei im Glas genommen go


las2011_banner190x60_de
wopp2011_190x60_de

 News - 05.07.2009
 zurück    top