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KARRIERE TIPPS
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Vermeiden Sie die 7 größten Stimmfehler

Unsere Stimme hat beim Reden die Funktion einer Klimaanlage. Ist sie zu dünn und flach, kühlt die Atmosphäre ab. Die Türe zu den Herzen der Zuhörer fällt zu wie die knarrende Tür im Spukschloss. Ist die Stimme angenehm und warm, erwärmt sie auch die Herzen der Zuhörer. Sie kommen in Stimmung.

Unsere Stimme, ihr Klang, ihre Ausdruckskraft ist nicht angeboren, sondern von klein auf erlernt. Durch Hören lernen wir sprechen und übernehmen damit auch fehlerhafte Sprechgewohnheiten unserer Umgebung. Es ist sinnvoll, an der eigenen Stimme zu arbeiten, weil Menschen mit dem Klang der Stimme ganz bestimmte Eigenschaften verbinden. „Wenn man einem Menschen eine neue Stimme gibt“, meint nicht nur Professor Higgins in dem Musical “My Fair Lady“ , „gibt man ihm auch einen neuen Charakter.“

Sie können lächeln, wenn Ihnen nach Weinen zumute ist; Sie können gleichgültig bleiben, wenn Sie jemand provoziert. Doch sobald Sie das Wort ergreifen, nutzt alle Selbstbeherrschung nichts mehr. Ihre Stimme verrät Ihre Stimmung und bestimmt Ihre Wirkung. Man muss einen Menschen erst sprechen hören. Erst dann kann man sich ein vollständiges Bild von ihm machen. Die Stimme gehört zur Gesamtpersönlichkeit. Nicht umsonst sagt Sokrates: „Sprich - damit ich dich sehe.“

Folgende 7 Stimmfehler sollten Sie vermeiden
  1. Die Artikulation ist nachlässig. Nuscheln oder das Verschlucken von Endsilben (Lebn statt Leben) erschweren das Verständnis.
  2. Die Wörter werden gehaucht. Bei einer verhauchten Stimme hört man den Luftstrom heraus, dadurch klingt sie „überlüftet“ und heiser. 
  3. Das Stimmniveau ist zu gleichmäßig hoch, klingt piepsig. Menschen mit tieferer Stimme gewinnen leichter Sympathie.
  4. Die Stimme ist zu leise. Diese „Klein-Mädchen-Stimme“ wird Ihnen als Gefühl der Unsicherheit ausgelegt.
  5. Die Sprechweise ist monoton. Die Stimme hebt und senkt sich nicht, hat keine Dynamik. Ursache dafür können Angst, Desinteresse oder Müdigkeit sein.
  6. Die Stimme klingt pastoral und pathetisch. Ihre Rede wirkt auswendig gelernt, so, als ob Sie nicht hinter Ihren Worten stehen würden.
  7. Die Stimme wird gequetscht, hat zu wenig Resonanz. Dahinter verbirgt sich oft Angst vor lautem Sprechen. 
Übung macht den Meister
Richtig rund wird eine Stimme, wenn sie aus einer Kombination von Kopf- und Bauchstimme besteht. Diese ideale Stimmhöhe nennen Experten „Indifferenzlage“.

Mit folgender Summ-Übung können Sie Ihre Stimme angenehmer und farbenreicher machen:
Atmen Sie zuerst einmal aus. Ganz langsam. Und dann wieder ein. Legen Sie jetzt die Lippen ganz leicht aufeinander. Nicht pressen. Während Sie jetzt die Luft durch die Nase langsam entweichen lassen, summen Sie laut und kräftig: „hmmm“. Solange wie Ihr Atemstrom reicht. Dann wieder einatmen. Lassen Sie jetzt erneut soviel „hmmm“ heraus, wie Sie Atem haben. Sie müssten in den Lippen dabei ein leichtes Kitzeln verspüren. Und in Ihrem Resonanzkörper „Kopf“ muss es summen und vibrieren wie in einem Bienenhaus. Wiederholen Sie das Summen jetzt noch dreimal.

Zur Erklärung:Ihre Indifferenzlage erreichen Sie, wenn der Ton bei mehrmaligen Wiederholungen gewissermaßen von selbst immer in der gleichen Höhe klingt. Aus diesem „hmmm“ heraus sollten Sie dann generell sprechen. Die Übung gehört übrigens zum Repertoire aller großen Sänger, Schauspieler und Redner. Sie können sie durchführen im Auto, in der Büropause, bei der Morgentoilette. Kurz: Sie füllen „Leerlaufzeiten“ und Ihre Stimme gewinnt gleichzeitig an Resonanz.

Autor
Gerhard Reichel,
Institut für Rhetorik,
Goethestraße 1,
91301 Forchheim,
Tel.: 09191/89501,
Fax: 09191/2801,
Email reichel.seminare@t-online.de
online http://www.gerhardreichel.de


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 News - 20.03.2010
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