
Entscheidend für den Erfolg der Stromerzeugung aus Sonnenlicht ist
der Wirkungsgrad der Solarzellen. Als besonders vorteilhaft erweisen
sich dabei Systeme, in denen das Licht durch Linsen 400-fach auf die
Solarzellen gebündelt wird. Bei dieser Konzentratortechnologie
kann teures Halbleitermaterial durch kostengünstigere
Linsensysteme ersetzt und der Wirkungsgrad verbessert werden.
Der Physiker Marc Steiner vom Fraunhofer-Institut für Solare
Energiesysteme ISE in Freiburg zeigte in seiner Diplomarbeit eine
Möglichkeit auf, die Effizienz solcher Konzentratorsolarzellen
noch weiter zu steigern: Die Kontaktierung der Halbleiterschichten hat
dabei entscheidenden Einfluss, und Marc Steiners neues
Simulationsprogramm optimiert Struktur und Anordnung der metallischen
Kontaktfinger. Aus diesen Berechnungen ergaben sich bisher weltweit
unerreichte Wirkungsgrade für Konzentratorsolarzellen.
Für seine Diplomarbeit "Minimierung von seriellen
Widerstandsverlusten in III-V Solarzellen mit Hilfe einer
SPICE-Netzwerksimulation" wird Marc Steiner mit dem 2.
Hugo-Geiger-Preis ausgezeichnet.
Hugo-Geiger-Preis - Wissenschaftlichen Nachwuchs fördernDas 50-jährige Jubiläum der Fraunhofer-Gesellschaft
veranlasste die Bayerische Staatsregierung im Jahr 1999, diesen Preis
zu stiften. Namensgeber ist Staatssekretär Hugo Geiger, der
Schirmherr der Gründungsversammlung am 26. März 1949. Mit
diesem Preis werden hervorragende und anwendungsorientierte
Diplomarbeiten auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften ausgezeichnet.
Es kann sich dabei auch um Methoden oder Technologien aus anderen
Fächern handeln, die sich in den Life Sciences einsetzen lassen.
Kriterien der Beurteilung sind: wissenschaftliche Qualität,
wirtschaftliche Relevanz, Neuartigkeit und Interdisziplinarität
der Ansätze. Die Arbeiten müssen in unmittelbarer Beziehung
zu einem Fraunhofer-Institut stehen oder dort entstanden sein.| Mehr Informationen |
Marc Steiner Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE Heidenhofstraße 2 79110 Freiburg |