Branchenthemen LASER World of PHOTONICS World of Photonics Congress LASER World of PHOTONICS CHINA LASER World of PHOTONICS INDIA
HOME
FACHTHEMEN
BUSINESS LIFE
Suche in...
 TERMINDATENBANK 
go
Stichwortsuche
in/im
in/im
 nur Highlights
an/am
von - bis
 - 
 KONFERENZPROGRAMM 
go
Stichwortsuche
Suche über Themengebiet
Suche über Konferenz
 
:-) my.world-of-photonics.net
Username 
Passwort 
Passwort vergessen? 
Jetzt registrieren!
i Alles über my.world-of-photonics.net






Mercateo - der Megahändler für Geschäftskunden im Internet

Seite drucken Seite weiterempfehlen  |   English
PRAXIS
Management
6 Regeln für rechtssichere Abmahnungen

Selbstverständlich muss es nicht immer der „Holzhammer“ in Form einer Abmahnung sein, wenn Mitarbeiter durch Fehlverhalten wie häufiges Zuspätkommen auffallen. Aber innerhalb Ihrer Sanktionsmöglichkeiten darf die „Gelbe Karte“ als letzte Warnung vor einer Kündigung nicht fehlen. So gehen Sie vor:

1. Vor der Abmahnung Beweise sichern

Der Einfachheit halber sollten Sie sich angewöhnen, Fehlverhalten Ihrer Mitarbeiter routinemäßig zu protokollieren. Auf diese Weise haben Sie im Falle des Falles alle notwendigen Unterlagen für Ermahnungen und Abmahnungen zur Hand.

2. Vor der Abmahnung Verhältnismäßigkeit prüfen
Überlegen Sie bei Bagatelleverstößen, ob der Vorfall für eine Abmahnung überhaupt ausreichend ist. Kein Richter wird Verständnis dafür haben, dass eine einmalige Verspätung solch extreme Maßnahmen erfordert.


3. Bei der Abmahnung Formvorschriften beachten
Viele Abmahnungen sind schon allein deshalb nicht erfolgreich, weil die äußere Form nicht rechtmäßig ist. Sie hat schriftlich zu erfolgen und muss ganz konkret den Anlass und die Beschreibung des Fehlverhaltens beinhalten:

„Sie sind am 22. Juli 2005 nicht zur Arbeit erschienen, ohne uns darüber zu informieren. Am 28. Juli 2005 sind Sie erst gegen 11 Uhr zur Arbeit angetreten, ohne dafür eine stichhaltige Begründung liefern zu können.“

Weiter muss dargelegt werden, worin die Pflicht des Mitarbeiters bestanden hätte, damit in der Abgrenzung die Pflichtverletzung klar wird:

„Sie haben jeden Tag pünktlich um 8 Uhr zur Arbeit zu erscheinen. Wenn Sie dies nicht tun, haben Sie darüber unverzüglich Mitteilung zu machen.“

Schließlich legen Sie dar, welche Konsequenzen Ihrem Angestellten bei fortwährender Pflichtverletzung drohen:

„Wir machen Sie daher darauf aufmerksam, dass wir bei ähnlichen Pflichtverletzungen das Arbeitsverhältnis kündigen werden.“

Die Worte „Kündigung“ und „Abmahnung“ müssen zwar nicht zwingend formuliert werden, allerdings empfiehlt es sich, weil sich dann niemand darauf berufen kann, dass ihm die Sache unklar gewesen sei. Und: Mahnen Sie nur ein Fehlverhalten ab, denn bei mehreren ist die Aktion nicht rechtmäßig.

4. Abmahnung unter Zeugen
Lassen Sie sich den Erhalt der Abmahnung quittieren, am sichersten vor einem neutralen Zeugen. Bei ausländischen Mitarbeitern müssen Sie sicherstellen, dass diese in der Lage sind, das Dokument zu lesen und vor allem auch zu verstehen.
 
5. Zeitnah abmahnen
Lassen Sie sich mit einer Abmahnung nicht allzu viel Zeit. Die Richter vermuten dann, dass eine länger zurückliegende Pflichtverletzung deshalb problematisiert wird, um eine aus anderen Gründen gewollte Kündigung aussprechen zu können.

6. Abmahnung und Betriebsrat
Zwar müssen Sie den Betriebsrat in diesem Stadium noch nicht informieren (erst bei einer Kündigung), doch ist es ratsam.
 
Mögliche Gegenreaktionen
Vor der Aufnahme der Abmahnung in die Personalakte ist der Mitarbeiter anzuhören. Will dieser Ihr Vorgehen nicht akzeptieren, kann er eine Gegendarstellung aufnehmen lassen. Er kann die Rechtmäßigkeit sogar erst im Falle einer späteren Kündigung vor dem Arbeitsgericht anfechten – ist die Abmahnung nicht rechtsgültig und ist diese Voraussetzung für die Kündigung, müssen Sie den Mitarbeiter weiter beschäftigen. Häufig berufen sich Gekündigte auch erfolgreich darauf, dass wiederholt abgemahnt worden sei und sie deshalb den Ernst der Lage (nämlich die drohende Kündigung) nicht sahen. Mahnen Sie deshalb nur ab, wenn Sie im Wiederholungsfalle wirklich kündigen möchten.

Vorsicht auch bei minderjährigen Auszubildenden – senden Sie auf jeden Fall eine Kopie der Abmahnung an die Eltern, damit diese bei einer eventuellen späteren Kündigung nicht darauf verweisen können, dass eine Information unterblieben sei.

Quelle
Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
http://www.vorgesetzter.de


PRAXIS
weitere Beiträge ( 327 )  weitere Beiträge ( 327 ) 
Business
3 Tipps gegen Kreativität go
Monster
Liebe am Arbeitsplatz - 3 Tipps go
Business
Die 7 Resilienzfaktoren go
MÄRKTE-TRENDS
weitere Beiträge ( 83 )  weitere Beiträge ( 83 ) 
Kienbaum
Vergütung von Führungskräften & Spezialisten in technischen Funktionen 2012 go
Kienbaum: Social Media Recruiting
Riesiges Potenzial für Arbeitgeber aber skeptische User go
Human Ressource
Top Performer erkennen mit Personaldiagnostik go
KARRIERE TIPPS
weitere Beiträge ( 20 )  weitere Beiträge ( 20 ) 
Bachelor und Master
Ingenieure mit guten Perspektiven go
Forsa
Die 3 Top-Wünsche an den Chef für 2010! go
Personality
Checkliste: Welche Erfolgspersönlichkeit sind Sie? go
GESETZ
weitere Beiträge ( 33 )  weitere Beiträge ( 33 ) 
BGH-Urteil
Strengere Strafen bei Steuerhinterziehung go
Bitkom-Leitfaden
Rechtliche Aspekte von Outsourcing in der Praxis go
Neues GmbH-Recht
Das müssen Sie wissen go


 News - 25.04.2014
 zurück    top