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PRAXIS
Management
Unpopuläre Maßnahmen erfolgreich durchsetzen - 5 Regeln

Wenn Sie unpopuläre Maßnahmen durchsetzen möchten, ist nicht immer der Hinweis auf die Rechtslage gefragt. Mit einer Mischung aus Druck und Überzeugung gelangen Sie oft besser ans Ziel. So gehen Sie richtig vor:

1. Die positiven Seiten der Maßnahmen darlegen
Wenn Sie Maßnahmen als vorteilhaft für die Mitarbeiter darstellen, dann schwächen Sie den Widerstand schon im Vorfeld entscheidend. So können Sie bei einer Versetzung die Tätigkeitsbeschreibung so gestalten, dass der Mitarbeiter sich aufgewertet fühlt. Je offensichtlicher der Nutzen Ihrer Maßnahmen ist, desto schwieriger wird es für einzelne Mitarbeiter, sich dagegenzustellen. Sprechen Sie nicht nur über den Vorteil für das Unternehmen, sonst kommt schnell der Verdacht auf, dass dieser auf dem Rücken der Mitarbeiter erreicht werden soll. 

2. Frühe Einbindung der Betroffenen
Werden Aufgaben neu verteilt, können Sie durch eine frühe Beteiligung der  betroffenen Mitarbeiter für eine bessere Akzeptanz sorgen.

3. Gemeinsamkeiten deutlich machen
Manchmal haben Sie selbst keinen Einfluss auf Entscheidungen, müssen aber (z. B. bei Anweisungen der Geschäftsführung) die Maßnahmen durchführen und vertreten. In diesem Fall sollten Sie die Situation transparent machen und verdeutlichen, dass Sie mit Ihren Mitarbeitern „in einem Boot“ sitzen.

4. Genaue Analyse der Situation
Nur wenn Sie die betroffenen Mitarbeiter und deren Einstellungen genau kennen, können Sie deren mögliche negative Reaktionen einschätzen und abfedern. Was Ihnen selbst nämlich völlig klar ist, kann in den Augen Ihrer Mitarbeiter abwegig und ungerecht erscheinen. Betrachten Sie deshalb die von Ihnen beabsichtigten Maßnahmen einmal aus dem Blickwinkel der betroffenen Mitarbeiter. So ist von einem Mitarbeiter, der gerade erst vor 1 Jahr versetzt wurde, gegen eine erneute Versetzung vermutlich Widerstand zu erwarten.

5. Querulanten isolieren
Bei manchen Mitarbeitern ist jede Überzeugungsarbeit verlorene Liebesmüh: Sie werden einfach aus Prinzip dagegen sein. Solche Querulanten sollten Sie systematisch isolieren. Bringen Sie in Einzelgesprächen die Meinungsführer Ihres Teams hinter sich und diskutieren Sie dann das Thema bei einer Teambesprechung. Nennen Sie die von Ihnen getroffenen Maßnahmen und bitten Sie zunächst jene  Mitarbeiter, deren Zustimmung Sie sich sicher sind, um ihre Meinung. Kommen konstruktive Vorschläge, nehmen Sie diese positiv auf und bedanken Sie sich dafür. In vielen Fällen entsteht auf diese Weise ein Gruppendruck, der auch notorische Querschläger zum Schweigen bringt. 
Tipp: Es mindert Ihr Ansehen und Ihre Führungskompetenz ungemein, wenn Sie Maßnahmen zwar verkünden, dann aber nicht durchsetzen können. Je unsicherer Sie  sind, desto eher sollten Sie Maßnahmen im Einvernehmen mit Ihren Mitarbeitern durchführen.

Quelle
Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
http://www.vorgesetzter.de


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 News - 19.05.2013
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