Jedes Jahr wieder stellt sich die Frage wann und wie man seine
Geschäftspartner mit Grüßen zum Jahresausklang erfreuen
kann. Zunächst gilt es, sich über das Ziel der Weihnachtspost
Gedanken zu machen: Möchten Sie sich als Unternehmen für die
Zusammenarbeit der vergangenen Monate bedanken? Hatten Sie in diesem
Jahr wenig Kontakt zum Geschäftspartner und möchten sich
deshalb mal wieder in Erinnerung bringen? Grundsätzlich sind
Weihnachtsgrüße natürlich keine Pflicht und sollten
auch nicht so aufgefasst werden. Zielsetzung ist es, Kunden und
Geschäftspartnern seinen Dank und seine Wertschätzung
auszudrücken.
1. Brief, Karte oder E-Mail? Ob
Sie an Ihre Kunden Weihnachtskarten oder Briefe versenden, hängt
davon ab, was und wie viel Sie mitteilen möchten. Ein paar Worte
zum Geschäftsverlauf oder der Dank für die gute
Zusammenarbeit in einem längeren Projekt können schlecht auf einer
Karte Platz finden. Entscheiden Sie sich für den Brief, sollte
dieser aber mehr als den Standardtext „Frohe Weihnachten und ein
erfolgreiches neues Jahr“ beinhalten.
Auch wenn die Vorweihnachtszeit traditionsgemäß hektisch ist und
zahlreiche Dienstleister den Versand der Weihnachtspost mit Zeit- und
Kostenersparnisargumenten per Mail anbieten, Weihnachtsgrüße per E-Mail sind im geschäftlichen
Bereich nicht üblich. Mehr Wertschätzung drücken Sie mit
einem persönlichen Brief aus.
2. Briefe mit Stil Kundenbeziehungen beginnen im Herzen. Gerade in der „Zeit der Gefühle“ erreichen
Sie emotionale, andauernde Verbundenheit und leidenschaftliche
Fürsprache nur mit einer individuellen, aber glaubhaften Form der
Kommunikation.
Achten Sie darauf, dass die
Weihnachtsgrüße und auch die Geschenke eine persönliche
und individuelle Note tragen. Wünschenswert sind handschriftliche Zeilen an den
Empfänger, bei der Vielzahl aber oft nicht machbar. Zumindest
sollten aber Anrede und Schlussformel von Hand mit einem blauen
Füller geschrieben sein. Haben Sie sich für einen Brief statt Karte entschieden,
verwenden Sie hochwertiges Briefpapier ohne Angabe von Steuernummer und
Bankverbindung. Der Repräsentativbogen verzichtet auch auf
Eigenwerbung und grelle Logos. Denken Sie rechtzeitig daran,
schöne Sonderbriefmarken zu kaufen. Ihre Weihnachtspost verliert
schnell an Individualität, wenn sie durch den Freistempler
gelaufen ist.
3. Kurze Karte Die
Weihnachtskarte eignet sich dann, wenn noch kein persönlicher,
intensiver Kontakt zum Empfänger besteht.
Eine kuvertierte Karte
ist stilvolle Pflicht. Außerdem können Sie den Umschlag mit
der Serienbrieffunktion leicht über den Drucker adressieren. Verzichten Sie auf einen Standardtext. Denn eine
Karte, auf der nur die Unterschrift schnell ergänzt wurde, sieht nach „Pflichtübung“ aus und nicht nach
persönlichen Grüßen an den Empfänger. Nehmen Sie
sich die Zeit für ein paar individuelle Worte.
Eine weitere Möglichkeit sind neutrale Doppelkarten ohne Text,
die Sie mit Einlegern bestücken können. Die Einleger
können dann individuell per Hand oder Drucker beschriftet werden.
Das Kartenmotiv sollte zum Stil des Unternehmens passen. Es muss aber
auch nicht immer der Weihnachtsmann im Cabrio sein, wenn Sie in einem
Autohaus arbeiten. Eine Möglichkeit ist es, die Farbe des
Firmenlogos in der Grundfarbe der Karte aufzugreifen. Weihnachtskarten
für einen guten Zweck gibt es z.B. im Kartenshop des
SOS-Kinderdorfes unter
www.sos-kinderdorf.de.
4. Welche Geschenke an Kunden sind maßvoll? Bei
der Auswahl des Weihnachtsgeschenks sollte die Beziehung zum
Beschenkten, die Position und die persönlichen Interessen
berücksichtigt werden. Die Präsente sollten nicht zu
groß ausfallen, damit sie nicht als Verpflichtung empfunden
werden. Als Anhalt für einen angemessenen Rahmen schenken Sie im Wert von
- 50 bis 80 Euro auf Geschäftsführerebene
- 25 bis 35 Euro auf Managerebene
- 10 bis 20 Euro auf Projektebene
Verzichten Sie möglichst auf Präsente mit Werbeaufdruck, individuelle Geschenke wirken persönlicher.
Als
gute Gedankenstütze bietet sich das Führen einer Geschenke-
und Interessensdatei an, damit Sie in den kommenden Jahren den
Überblick behalten.
TIPP: Ihnen
fehlt die richtige Geschenkidee für Ihre Kunden? Dann freuen sich
gemeinnützige Organisationen über eine Spende von Ihnen.
Setzen Sie die Spende imagewirksam für Ihr Unternehmen z.B. auf
den Weihnachtskarten, aber auch in der internen Kommunikation an die
Mitarbeiter, ein.