Im Bereich Beleuchtung bieten die Optischen Technologien
vielversprechende Lösungen für die effizientere Nutzung der
Energieressourcen. Entsprechend diesem Fokus präsentiert die LASER
World of PHOTONICS 2011, die vom 23. bis 26. Mai 2011 auf dem
Gelände der Neuen Messe München stattfindet,
ressourcensparende Beleuchtungstechnologien für verschiedenste
Anwendungen unter dem Motto „Green Photonics“. Mit dem
Schwerpunkt Beleuchtung besetzt die Weltleitmesse für Optische
Technologien ein Schlüsselthema der Branche und präsentiert
Applikationen für Automobilelektronik, mobile Endgeräte,
Medizintechnik und Allgemeine Beleuchtung.
Die aktuelle gesellschaftliche Diskussion über die Zukunft der
Energieerzeugung und das Bewusstsein einer wachsenden
Ressourcenknappheit fordern ein nachhaltiges Handeln und einen
verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Energiereserven.
Innovative Beleuchtungstechnologien lösen deshalb immer mehr die
bisherigen energieintensiven Beleuchtungssysteme ab. LED und OLED
erobern branchenübergreifend neue Einsatzgebiete. Laut einer
aktuellen Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
halten deutsche Unternehmen einen Anteil von 12% am weltweiten Umsatz
mit LEDs und behaupten damit einen Spitzenplatz im internationalen
Ranking.
Der Themenkomplex „Umwelt und Energie“ ist einer von drei
inhaltlichen Schwerpunkten der LASER World of PHOTONICS 2011 und das
Thema „Beleuchtung“ wird nicht zuletzt wegen der kurzen
Innovationszyklen in diesem Bereich eine wichtige Rolle spielen. Mit
dem Fokus „Klimaschutz und Energieeffizienz“
präsentieren Forschungsinstitute und Unternehmen neue Produkte und
Applikationen der Beleuchtungstechnik im Ausstellungsbereich
„Laser und Optronik“ in den Hallen B1 und C1 der Messe.
Neue Anwendungsgebiete für die LEDDie lichtemittierende Diode, kurz LED, setzt sich in immer mehr
Bereichen durch. Aktuell erobert sie vor allem in der
Hintergrundbeleuchtung von Displays und im Automobil neue Märkte.
Aber auch mobile Endgeräte profitieren zunehmend von der
LED-Technik und damit vor allem von dem geringen Stromverbrauch, der
die Akkus der Geräte schont und die Laufzeit verlängert.
"Gerade im Bereich der mobilen Anwendungen sehen wir einen neuen
Trend“, so Rainer Friedrichs, Leiter Marketing IR bei OSRAM Opto
Semiconductors GmbH, Regensburg. „Die Kombination von
IR-Emittern, intelligenten Sensoren und Hochleistungs-LEDs bis hin zu
sichtbaren Lasern wird eine deutliche Änderung in der
Funktionalität von Smartphones oder Digitalkameras bringen. Ob
Flashlight, Embedded Projection, Helligkeitssteuerung oder Touchless
Control, Optohalbleiter-Komponenten im sichtbaren sowie im infraroten
Bereich haben sich hier endgültig einen festen Platz beim
intelligenten Lichtmanagement und der Funktionsvielfalt im stark
wachsenden Consumermarkt erobert." Aber auch dort, wo keine Akkus zum
Einsatz kommen, sind die LEDs als Energiesparer auf dem Vormarsch. Seit
dem 5. März 2010 dürfen innerhalb der EU nur noch
Elektrogeräte verkauft werden, die im Standby-Betrieb weniger als
1 Watt verbrauchen, was den Markt in den letzten 12 Monaten
zusätzlich ankurbelte.
LEDs als Energiesparer mit MehrwertNeben dem geringen Verbrauch zeichnen sich LEDs dadurch aus, dass
Farbgebung und Abstrahlwinkel bei bestimmten Modellen geregelt werden
können. Damit lassen sich intelligente Beleuchtungssysteme
realisieren, unter anderem für die Anwendung in automobilen
Frontscheinwerfern.
Großes Potenzial bietet weiterhin der Bereich der allgemeinen
Beleuchtung. Ähnlich wie bei den Energiesparlampen geht ein erster
Trend in der Innenraumbeleuchtung hin zu so genannten
„Retrofit“ Lösungen, bei denen LED-Lampen mit
herkömmlichen Schraubsockeln für klassische
Beleuchtungssysteme angeboten werden. Für 2011 prognostizieren
einige unabhängige Marktforschungsinstitute deshalb einen
signifikanten Anstieg der Umsätze bei den Retrofit-LEDs.
Grüne Technologie - OLED weiter auf dem VormarschIm Gegensatz zu LEDs und anderen klassischen Beleuchtungssystemen sind
die organischen Leuchtdioden flächige Lichtquellen und bieten
damit ganz neue Lichtmöglichkeiten. Auf ein Glassubstrat werden
mehrere Lagen organische Schichten aufgetragen und zwei durchsichtige
Elektroden integriert. OLED sind vergleichsweise umweltfreundlich und
enthalten im Gegensatz zu vielen Energiesparlampen keine Schwermetalle.
„Das ‚Center for Organic Materials and Electronic Devices
Dresden‘ (COMEDD) arbeitet an Lösungen, um organische
Leuchtdioden (OLEDs) für neuartige Beleuchtungskonzepte marktreif
zu machen“, so Dr. Christian May vom Fraunhofer Institut für
Photonische Mikrosysteme (IPMS), Dresden. „OLEDs eröffnen
dem Beleuchtungsmarkt fantastische Möglichkeiten: sie geben ein
flächiges Licht, die Leuchtelemente können transparent sein
und bald werden auf Kunststoff- oder Metallfolien aufgebrachte flexible
OLEDs runde oder gekrümmte Oberflächen zum Leuchten bringen.
Das alles ist möglich mit hoher Energieeffizienz und geringstem
Materialverbrauch – die OLED ist also eine echte
‚grüne‘ Technologie und das in allen Farben!“
Ein Blick in die Zukunft der OLED TechnologieDie OLED-Technologie macht neuartige, futuristisch anmutende
Anwendungen möglich: Transparente Bildschirme oder Trennwände
können zur visuellen Darstellung oder als Raumbeleuchtung
verwendet werden. Durch die relativ einfache Integration von
Berührungssensoren ermöglichen OLEDs besonders preiswerte und
energieeffiziente Touch Displays. Das Fraunhofer Institut für
Photonische Mikrosysteme (IPMS) zeigt auf der LASER World of PHOTONICS
in Halle B2 Stand 417 eine neue OLED-Rückseitenbeleuchtung
für autostereoskopische 3D-Displays, OLED-Leuchtelemente für
die Allgemeinbeleuchtung und ein bidirektionales OLED-Mikrodisplay
für mobile Applikationen mit einer Helligkeit von 1000 cd/m2.
Gemeinsam mit dem Fraunhofer IPMS präsentiert die 3D-Micromac AG,
Chemnitz, in Halle C2 an Stand 364 ein neuartiges OLED
Beleuchtungselement. Der Prototyp ist für den Einsatz in
Reklameschildern oder kleinflächigen Beleuchtungsanwendungen wie
der Hintergrundbeleuchtung von LCD-Displays konzipiert und zeichnet
sich durch seine niedrige Betriebsspannung aus. Im Vergleich zu
herkömmlichen OLEDs ist das wenige Millimeter dünne
Beleuchtungselement mit einem Durchmesser von 80 mm deutlich
effizienter: Bei einer Helligkeit von 1000 cd/m2 ist praktisch keine
Wärmeentwicklung feststellbar.
Über die Entwicklung in der LED-Technologie informiert der World
of Photonics Congress mit dem Praxisvortrag
„Festkörperlichtquellen“ am 25. Mai 2011 im Photonics
Forum der Halle B2. Gezeigt werden Möglichkeiten der Innen- und
Außenbeleuchtung mittels LED und OLED.
Informationen im Internet rund um den Kongress unter:
www.photonics-congress.com/