Für das schnelle Überprüfen des Laserlichtbündels
unter Laborbedingungen bietet Qioptiq neue, kompakte
Shearplate-Interferometer an. Diese zeichnen sich durch ein
herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Auch in rauer
Umgebung (Schwingung, Schmutz, Temperaturschwankungen) werden
Messergebnisse schnell, sicher und zudem in qualifizierter, konstanter
Qualität geliefert. Werden aufgeweitete Laserstrahlen im Labor
eingesetzt, ist die Qualität der Kollimation des Laserstrahls
entscheidend für die Anwendung, da das kollimierte Laserlicht
beispielsweise als Maßverkörperung dient. Mit entsprechender
Messtechnik wie Shack-Hartmann-Sensoren kann der Kollimationszustand
bestimmt werden.
Das Shearplate PrinzipEine interessante und zudem kostengünstige Alternative sind
Shearplate-Interferometer. Diese basieren auf dem Prinzip der
Überlagerung einer Wellenfront mit sich selbst. Dabei wird das zu
untersuchende Licht in zwei Wellen aufgeteilt und die beiden Teilwellen
lateral zueinander verschoben (Shearing). Das Aufteilen und Verschieben
der Wellenfronten erfolgt durch die Reflexion an den beiden
Oberflächen einer hoch präzisen Planplatte (Shearplate). Die
beiden Teilwellen interferieren im Überlappungsgebiet. Aus dem
erzeugten Interferogramm, lässt sich dann die Ursprungswellenfront
ableiten.
Zur Überprüfung des Kollimationszustands von
Laserlichtbündeln kommen keilförmige Shearplatten zum
Einsatz. Im Falle eines ideal kollimierten Lichtbündels fällt
eine ebene Wellenfront auf die Keilplatte, und es bilden sich parallele
Interferenzstreifen im rechten Winkel zum Keil aus. Dies wird durch
einen Referenzstreifen in der Beobachtungsebene gekennzeichnet. Damit
sind z.B. Aufweitungssysteme reproduzierbar auf Kollimation einstellbar.
Verdrehwinkel auswertenIst das Aufweitungssystem nicht richtig eingestellt, wirkt es also
positiv oder negativ fokussierend, verdrehen sich die
Interferenzstreifen im (negativ) oder gegen (positiv) den
Uhrzeigersinn. Dieser Effekt lässt sich auch quantitativ
auswerten: Über den Verdrehwinkel der Interferenzstreifen wird
auch der Krümmungsradius der einfallenden Wellenfront R Gleichung
ermittelt.
Zahlreiche MontagemöglichkeitenAuf der integrierten Streuscheibe lassen sich die Interferenzstreifen
visuell leicht auswerten. Um den Neigungswinkel der Streifen zu
ermitteln wurde ein Referenzstreifen in die Streuscheibe eingelassen.
Um für jeden Strahldurchmesser im Durchmesserbereich von 1 mm bis
25 mm ein optimales Ergebnis zu erlangen, bietet Qioptiq
Shearplate-Interferometer in drei Ausführungen. Diese wurden auf
den Strahldurchmesser optimiert:
- 1 mm bis 3 mm
- 3 mm bis 8 mm
- 8 mm bis 25 mm
Um das Shearplate-Interferometer darüber hinaus möglichst
flexibel in den jeweiligen optischen Aufbau integrie- ren zu
können, bietet es eine Vielzahl von Montagemöglichkeiten. So
ist es kompatibel zu Qioptiq Schienen- und Säulensystemen. Werden
weitere Montagemöglichkeiten gefordert, kann das
Shearplate-Interferometer bei Bedarf über optional
erhältliche Adapterplatten erweitert werden. Entsprechende
Bohrungen sind am Gehäuse vorgesehen.
Anwendungen und typische Genauigkeiten
Ein Shearplate-Interferometer dient in erster Linie der
Kollimationsbestimmmung von Laserstrahlen. Für einen
Strahldurchmesser von 25 mm kann die Bestimmungen der Kollimation auf
bis zu 50 µrad genau durchgeführt werden. Durch die
Bestimmung des Krümmungsradius der Wellenfront kann das
Shearplate-Interferometer auch zur Bestimmung der Brennweite von
schwach fokussierenden optischen Systemen oder zur
Krümmungsradiusbestimmung von schwach fokussierenden konvexen und
konkaven Spiegeln im Bereich über 8 m genutzt werden. So kann der
Krümmungsradius eines Spiegels von 45 m mit einem
Shearplate-Interferometer und einem aufgeweiteten Laserstrahl von 25 mm
durch Ablesen der notwendigen Parameter der Gleichung 1 auf +/- 3 %
genau bestimmt werden.
Weitere Anwendungen und typische Genauigkeiten- Brechzahlbestimmung von planparallelen Platten von 10 mm Dicke auf +/-0,001
- Brennweitenbestimmung von Linsen/ Spiegeln auf +/- 0,03 %
Vom MPI in Göttingen getestetEin Prototyp des Shearplate-Interferometers war bereits im
Max-PlanckInstitut in der Abteilung NanoBiophotonics im Einsatz. Hier
wurde es für Messaufgaben im Zusammenhang mit der 4p-Mikroskopie
eingesetzt.
Fokus auf das Qiopiq Shearplate- Interferometer- Optimale Kollimationsbestimmung mit drei Modellen für
Strahldurchmesser von 1mm bis 25mm im VIS- NIR- Spektrum mit sofortigem
Ergebnis
- Weites Anwendungsspektrum durch Bestimmung des Wellenfrontkrümmungsradius vorhanden
- Vielfältige Montagemöglichkeiten über geeignete Adapterplatten
- Störungsunanfällig durch common path-Interferometrie und Funktionsprinzip ohne elektronische Bauteile
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.qioptiq.com/