Polytec hat ihr Produktprogramm mit dem faseroptischen Temperatur- und
Dehnungsmesssystem OdiSI erweitert. Das System nutzt die von einer
Standardglasfaser zurückgestreute Rayleigh-Streuung um lokale
Temperatur- und Dehnungsänderungen zu erfassen. Dabei wirkt jeder
Punkt der Faser als Sensor, so dass quasi-kontinuierlich verteilte
Messungen durchgeführt werden können. Pro Scan werden alle
Messpunkte gleichzeitig ausgelesen, was mit einer Rate von bis zu 3 Hz
möglich ist. Der Temperaturmessbereich reicht von -50 bis +700
Grad Celsius, der Dehnungsmessbereich beträgt +/- 15.000
Microstrain. Die Messauflösung liegt bei 0,1 Grad Celsius,
beziehungsweise +/- 1 Microstrain. Dabei sind Messstrecken bis zu 50
Meter möglich bei einer räumlichen Auflösung im
Millimeterbereich.
Als Messleitung kann eine kostengünstige Standard-Glasfaser aus
dem Telekombereich eingesetzt werden, was die Betriebskosten auf einem
niedrigen Niveau hält. Das OdiSI ist speziell auf Temperatur- und
Dehnungsmessungen ausgelegt und ermöglicht auch dem ungeübten
Anwender einen schnellen Einstieg durch die sehr bedienungsfreundliche
Nutzeroberfläche.
Die Vorteile der faseroptischen Sensorik gegenüber
herkömmlichen elektrischen Sensorsystemen - die völlige
Unempfindlichkeit gegen elektromagnetische Einflüsse,
Korrosionsbeständigkeit, einfaches Handling und die Integration
aller Sensoren in einer einzigen Glasfaser – ergeben in
Verbindung mit Spezialfasern für Sonderanwendungen ein breites
Einsatzfeld: Von der Materialstruktur-Überwachung, Modell- und
Simulationsvalidierung, Prozessoptimierung für Windkraftturbinen,
Generatoren-, Transformatoren- und Temperaturüberwachungssystemen
über Produktion und Überwachung von Composite-Materialien bis
hin zu Last-, Ermüdungs- und mechanischen Tests reichen die
Einsatzgebiete.
Mehr Informationen unter
www.polytec.de/