Neutrinos, die winzigen, bis ins vorige Jahrhundert unbekannten
subatomaren Teilchen, faszinieren die Wissenschaft durch ihre
Ungreifbarkeit ebenso, wie durch ihr großes theoretisches
Potenzial. Forscherteams rund um die Welt versuchen derzeit, ihnen mit
riesigen, höchst präzise errichteten Fallen
beweiskräftig auf die Spur zu kommen - in der Hoffnung, eines der
letzten Geheimnisse unseres Universums zu entschlüsseln. Tiger
Optics LLC beteiligt sich mit seiner Expertise in der Detektion von
Spurengasen an der Jagd auf die bislang spukhaften Partikel.
Die Schwierigkeit im Nachweis von Neutrinos besteht darin, dass sie
elektrisch neutral sind. Sie breiten sich über große
Distanzen und mit großer Geschwindigkeit aus, auch in fester
Materie. Die Forscher brennen darauf, Neutrinos zur Erforschung von
Himmelskörpern einzusetzen - etwa des Kerns unserer Sonne, um
einen besonders prominenten Fall zu nennen. Das sind Phänomene,
die nicht durch Licht oder Radiowellen beobachtet und analysiert werden
können. Neutrinos wären zum Entschlüsseln der
fundamentalen Gesetze der Physik von großem Nutzen.
Mehrere führende Forschungslabors der Teilchenphysik, wie das
Fermi National Accelerator Laboratory im US-Bundesstaat Illinois,
verwenden in ihren Versuchsaufbauten bereits Spurengas-Analysatoren wie
LaserTrace und Halo von Tiger Optics. Sie überwachen damit den
Gehalt an Sauerstoff und Feuchte in den gasförmigen
Detektormedien, die zum Aufspüren der spukhaften Neutrinos
eingesetzt werden.
Eines der Detektionsverfahren für Neutrinos nutzt eine riesige
Kammer, in deren Inneren sich ein Netz von Detektorkabeln in einem
elektrischen Feld befindet - umgeben von einer großen Menge von
flüssigem Argon. Solche Messkammern, "Liquid-argon Time-projection
Chambers" (LArTPC) genannt, werden tief unter der Erdoberfläche
installiert. Das soll den störenden Einfluss der kosmischen
Hintergrundstrahlung aus dem Weltraum vermindern.
Wenn ein Neutrino diese Messkammer durchquert, interagiert es
idealerweise mit dem Kern eines Argonatoms. Dabei entsteht eine Reihe
geladener Teilchen. Diese wiederum erzeugen Elektronen, die sich in dem
in der Messkammer vorhandenen elektrischen Feld bewegen und vom Netz
der Messkabel eingefangen werden. Über die daraus resultierenden
elektrischen Signale lässt sich eine detaillierte
3D-Rekonstruktion der Interaktion mit dem Neutrino erstellen.
Auf dieses bildgebende Verfahren haben elektro-negative
Verunreinigungen im flüssigen Argon, etwa durch Wasserdampf und
Sauerstoff, einen stark störenden Einfluss – sogar in
geringsten Konzentrationen. Denn derartige Spurengase fangen die
entstehenden Elektronen ein, bevor sie die Detektordrähte
erreichen und gemessen werden können.
Um das zu vermeiden, setzen die Forscher hochempfindliche
Spurengas-Analysatoren ein. Das Team bei Fermilab verwendet die Halo
und LaserTrace Instrumente von Tiger Optics und überwacht damit
die Abscheidung von Wasserdampf aus den Detektorelementen oberhalb des
flüssigen Argons. Tigers LaserTrace Instrumente werden auch in der
Überwachung des Sauerstoffgehalts im gasförmigen und
flüssigen Argon eingesetzt.
“Wir sind stolz auf unsere Rolle beim Aufbruch der Wissenschaften
zu ihren äußersten Grenzen” sagt Lisa Bergson,
Gründer und CEO von Tiger Optics. “Die Jagd auf das
Neutrino ist ein Beispiel für unsere Mission.”
Weitere Informationen unter
http://www.tigeroptics.com/