Die deutschen Hersteller von Imaging und Phototechnik blicken auf ein
erfolgreiches Exportgeschäft im Jahr 2011 zurück. Nach vorläufigen Angaben des
Industrieverbandes SPECTARIS lagen die Exporte der Branche um etwas mehr als
sechs Prozent über dem Niveau des Jahres 2010. Dafür sorgten insbesondere
positive Geschäfte in Osteuropa, Nordamerika und Asien. Durch zweistellige
Zuwächse in diesen Regionen konnte das schwache Wachstum von knapp zwei Prozent
in der Europäischen Union, auf die mehr als 40 Prozent des Auslandsumsatzes
entfiel, mehr als ausgeglichen werden. Positiv zeigte sich auch die
Geschäftsentwicklung in Mittel- und Südamerika sowie im Nahen Osten. Auch wenn
der Exportanteil erst bei rund fünf Prozent lag, war auch in diesen Regionen ein
zweistelliges Plus zu beobachten.
| Deutsche Imaging und Phototechnik: Exporte nach Zielregionen (2011) |
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Ein ähnliches Bild zeichnet sich für
das laufende Jahr ab. „Natürlich sorgt die Euro-Krise für eine Verunsicherung
bei den Firmen. Von Krisenstimmung ist aber noch nichts zu spüren,“ so Christian
Schmidt, Vorsitzender des SPECTARIS-Arbeitskreises Vertrieb und Export und
Geschäftsführer von ewa-marine. „Die Exportleiter rechnen auch für 2012 mit
einem deutlichen Plus beim Auslandsgeschäft in der Größenordnung von etwa fünf
Prozent“, so Schmidt weiter. Auch wenn sich die Aussichten für die EU-Länder
nicht verbessert haben, wird erwartet, dass andere Länder und Regionen erneut
für positive Impulse sorgen werden. Sicherlich werde das USA-Geschäft dabei eine
Schlüsselrolle spielen. Ebenso käme der Volksrepublik China, in der im
vergangenen Jahr Zuwächse von mehr als 30 Prozent realisiert werden konnten,
eine besondere Bedeutung zu.
Der Arbeitskreis Vertrieb und Export kommt
zweimal im Jahr zu einer Tagung zusammen. Weitere Themen der Wintertagung waren
das Auslandsmesseprogramm, After-Sales-Services und die Bedeutung von „Made in
Germany“ in Hinblick auf die von der Europäischen Union geplante Änderung des
Zollkodexes für den Nicht-präferentiellen Ursprung (SPECTARIS-Pressemitteilung
vom 27. Januar 2012).