Firmenwagen sind eine der beliebtesten freiwilligen Nebenleistungen,
die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern bieten können. Geschlagen
werden sie nur von Essensbons beziehungsweise einer Kantine. Das ergab
die repräsentative Aon Hewitt-Studie „Fringe Benefits
2011“.
Beliebteste Marke ist Audi – 33 Prozent der Flotten
setzen auf Fahrzeuge aus Ingolstadt. BMW, Mercedes und VW liegen auf
den Plätzen zwei bis vier. Der CO2-Ausstoß spielt lbei der
Auswahl der Fahrzeuge gemäß dem steigenden Umweltbewusstsein
bei den Unternehmen eine zunehmende Rolle. Einen erkennbaren Trend zu
Höchstwerten gibt es dabei allerdings nicht. Doch es zeichnet sich
ab: Je höher die Hierarchiestufe, desto mehr CO2-Ausstoß ist
genehmigt.
Ausschlaggebend bei der Wahl des Dienstwagenmodells ist in 59 Prozent
der Fälle die Leasingrate. Knapp ein Drittel der Unternehmen
entscheidet nach dem Bruttolistenpreis oder der Modell-Liste. Der
Großteil der Fahrzeuge wird mit Full-Service-Vertrag geleast,
meistens inklusive Inspektion, Winterreifen etc. Knapp 50 Prozent
dieser Kontrakte läuft über 36 Monate, etwas mehr als ein
Drittel über 48 Monate. Den Mittelweg von 42 Monaten wählen
nur 18 Prozent der Leasing-Nutzer. Die maximale Kilometerleistung liegt
im Median bei 48.000 Kilometern pro Jahr. Gekauft werden insgesamt nur
neun Prozent der Dienstwagen.
Privileg für Management und Vertrieb Neben Vorstand und Geschäftsführung ist bei 88 Prozent der
teilnehmenden Unternehmen die erste Management-Ebene darunter zur
Nutzung eines Dienstwagens berechtigt. Manager auf der nächsten
Hierarchiestufe fahren noch bei 62 Prozent der Unternehmen auf
Firmenkosten. Vertriebsmitarbeitern steht in 42 Prozent der Fälle
ein Auto zur Verfügung. Nur 32 Prozent der betrachteten
Unternehmen genehmigen Mitarbeitern jenseits der genannten
Hierarchiestufen und Aufgabenfelder ein
Firmenfahrzeug.
Vollfinanzierte Dienstwagen sind in Deutschland
immer noch Statussymbole und Privileg des oberen Managements. Bei
Vertriebsmitarbeitern, die häufig bei den Kunden vor Ort sein
müssen, sind sie dagegen eher Mittel zum Zweck. Insgesamt
entdecken aber immer mehr Unternehmen, dass sie über eine breitere
Dienstwagenregelung Mitarbeiter motivieren und an sich binden
können.
74 Prozent der teilnehmenden Unternehmen finanzieren den
Dienstwagen der Mitarbeiter vollständig. Viele bieten die
Fahrzeuge aber auch im Rahmen einer Entgeltumwandlung an. Lohnt sich
ein Dienstwagen aus steuerlichen Gründen für den Mitarbeiter
nicht, bedienen sich immer mehr des Modells der Firmenwagenpauschale
als Alternative. Dabei stellen sie den Mitarbeitern also einen
Fixbetrag pro Monat zur selbstständigen Finanzierung eines Autos
zur Verfügung. 18 Prozent lassen die ausgewählten
Angestellten selbst entscheiden, welche der beiden Möglichkeiten
sie nutzen möchten.
Tankkarte, Parkplatz und FahrtkostenzuschussAuch hinsichtlich Fahrt- oder Parkkosten schießen Unternehmen
ihren Mitarbeitern etwas zu. So können 63 Prozent der
Dienstwagenfahrer ihre Tankkarte auch für Privatfahrten im Ausland
einsetzen. Drei Viertel stellen ihren Mitarbeitern Parkplätze zur
Verfügung oder gewähren Parkzuschüsse. 49 Prozent der
Betriebe sponsern die Fahrt vom Wohnort zum Arbeitsplatz. Bei den
meisten gilt das für alle Mitarbeiter, völlig unabhängig
von der Hierarchiestufe inklusive Auszubildenden. Dabei werden
sogenannte Job- oder Rabatt-Tickets wie die BahnCard für
öffentliche Verkehrsmittel gestellt. 19 Prozent der Unternehmen
setzen sogar Firmenbusse ein.