Forscher an der Universität im britischen Cambridge haben einen
Weg gefunden, um Solarzellen um 25 Prozent effizienter arbeiten zu
lassen. Dabei setzen sie auf einen organischen Halbleiter namens
Pentacen und können damit bislang ungenutzte Lichtanteile
verwenden. Sie haben auch den Produktionsprozess überarbeitet,
womit die Herstellung der deutlich billiger sein soll.
Pentacen fängt Blau-Spektrum |
| Die Pentacen-Schicht nutzt auch den blauen Anteil des Lichtes. Bisher wurde dieses Farbspektrum als
Wärme abgeführt. |
Herkömmliche Zellen auf Siliziumbasis stehen derzeit bei einer
Maximalausbeutevon 34 Prozent, das durchschnittliche Photovoltaik-Panel
verwertet etwa 13 Prozent des Lichts. Die Erfindung aus Cambridge
steigert die Ausbeute auf bis zu 44 Prozent, was den größten
Leistungssprung seit einigen Jahren bedeutet. Der interne
Quanteneffizienzgrad liegt sogar bei über 50 Prozent, die
Konversionsrate erreicht 1 Prozent.
Das Geheimnis dahinter ist eine Pentacen-Schicht, die sich in der
Oberfläche verbirgt. Diese ermöglicht es, auch den blauen
Anteil des Lichtes zu nutzen. Dies gelingt in einer Umsetzung von einem
Elektron je zwei Photonen. Bisher eingesetzte Technologie verwertete
dieses Farbspektrum nicht, sondern führte es als Wärme ab.
Rollendruck verbilligt HerstellungDie Wissenschaftler arbeiteten auch an der Beschleunigung des
Produktionsprozesses. Die von ihnen entwickelten Hybrid-Solarzellen
können im Rollendruckverfahren hergestellt werden. Dies ist nicht
nur schneller, sondern auch wesentlich günstiger als der
übliche Produktionsprozess. Das Entwicklerteam hat seine
Erkenntnisse über die "Singlet Exciton Fission-Sensitized Infrared
Quantum Dot Solar Cells" als Paper im Journal der American Chemical
Society veröffentlicht.