In anderen Ländern wie beispielsweise Japan gibt es striktere
Regeln und Visitenkarten-Traditionen, als in Europa. Lesen Sie, wie Sie aber
auch hier Fettnäpfchen vermeiden sollten.
1. Die Visitenkarte ist Ihr Gesicht Die Karte ist das Aushängeschild des Inhabers daher ist auch bei
ihr auf ein tadelloses Erscheinungsbild zu achten. Verknickte,
befleckte, verschmierte oder auch handschriftlich korrigierte Karten
wirken einfach unprofessionell.
2. Wo gehört die Karte hin? Karten sollten idealerweise in einem entsprechenden Visitenkartenetui
aufbewahrt werden, das Portemonnaie oder die Hemdtasche sind unpassend.
Schnell bekommt die Visitenkarte hier einen "Trauerrand". Für
Herren bietet sich an, immer einige wenige Karten in der dafür
vorgesehenen kleinen Tasche in der linken Innenseite des Sakkos zu
haben.
3. Wer übergibt an wen? Der Gast reicht dem Gastgeber nach der Begrüßung und einem
kurzen Small Talk seine Visitenkarte. Sollte man jedoch z. B. mitten in
eine kleine Gesprächsrunde hinzustoßen würde das
"Zücken der Visitenkarte" eher die lockere Stimmung verderben
und als unpassend gewertet werden, in solchen Fällen ist es besser
bis zur Verabschiedung zu warten. Der Ranghöchste hat in
Deutschland das Recht, die Karte zuerst zu empfangen. Sollte die
Rangfolge nicht eindeutig sein, beginnt man einfach an einer Seite und
verteilt seine Karte der Reihe nach. Bei mehreren Personen ist darauf
zu achten, dass jede Person eine Karte erhält und sich niemand
vernachlässigt fühlt.
4. Wie übergibt man seine Karte? Eine Visitenkarte ist immer etwas Persönliches. Und deshalb sollte
Sie möglichst auch persönlich überreicht werden. Man
schaut seinem Gegenüber grundsätzlich in die Augen beim
Überreichen der Visitenkarte. Dabei ist darauf zu achten, dass die
Karte so übergeben wird, dass der Empfänger sie sofort lesen
kann und sie nicht erst umdrehen muss. Bitte die Karte nicht über
den Tisch schieben oder werfen.
5. Wohin mit empfangenen Karten? Die Visitenkarte seines Gegenübers sollte man genauso respektvoll
behandeln, wie die Person selbst. Nach dem man die Karte
entgegengenommen hat, sollte man diese genau studieren. Der Herr, der
sich gerade bei Ihnen mit „Klaus Meier“ vorgestellt hat,
könnte schließlich „Dr. Klaus Meier“
heißen. Ein direktes Wegstecken der Karte ist unhöflich und
könnte als "du interessierst mich nicht und bist für mich
unbedeutend" interpretiert werden. Die erhaltenen Karten legt man vor
sich auf den Tisch, so dass man diese gut im Blickfeld hat, aber bitte
die Karte später nicht versehentlich liegen lassen. Visitenkarten
nach dem Meeting sorgfältig zusammen mit den Unterlagen mitnehmen.
6. Keine Notizen auf Visitenkarten Bitte nie auf fremden Karten Notizen machen, solange der Herausgeber
noch bei Ihnen ist. Es ist durchaus sinnvoll sich später zu
notieren, wo man diese Person getroffen hat oder welches Thema
besprochen wurde. Auf die eigene Visitenkarte können Sie
persönliche Informationen jederzeit im Beisein des
Kartenempfängers handschriftlich nachttragen. Solche
Informationen sollten jedoch besonders wertvoll sein und die
Karte "aufwerten" hierzu zählen z. B. die
persönliche Mobilfunknummer oder auch private Anschrift.
7. Unser Zusatztipp Für den privaten Rahmen sollte man private Visitenkarten haben.
Wenn man die geschäftliche Karte nutzt, kann der
Gesprächspartner leicht den Eindruck gewinnen, dass man mit der
Geschäftskarte Eindruck schinden möchte. Nutzen Sie
Visitenkarten schon bei der Anmeldung an der Rezeption.
Überreichen Sie dem Empfangsmitarbeiter bei Ihrer Ankunft Ihre
Visitenkarte und stellen Sie sich vor. Die Anmeldung bei Ihrem
Geschäftspartner wird dadurch reibungslos ablaufen und Sie werden
mit dem korrekten Namen und Unternehmen vom Rezeptionsmitarbeiter bei
Ihrem Kontakt angekündigt. Die Visitenkarte sollten Sie nach der
Anmeldung zurück bekommen.