Reden können wir alle! Die meisten Menschen glauben, dass sie
kommunikativ durchaus begabt sind. Unser Alltag zeigt aber leider, dass
manchmal sehr unprofessionell kommuniziert wird. Folgende 10 Gebote
sorgen für eine erfolgreiche Kommunikation:
1. Du sollst empfängergerecht kommunizieren!Es ist ein Unterschied, ob Sie einen Sachverhalt einem Busfahrer oder
einem Apotheker erklären müssen. Versuchen Sie
herauszufinden, ob Ihre Gesprächs- oder Mailpartnerin mehr auf
Argumente oder Fakten abfährt, oder ob emotionale Inhalte besser
ankommen. Fragen Sie sich, ob Sie einen „Stillen“ oder eine
„Besserwisserin“ vor sich haben.
2. Du sollst nicht langweilen!Ob Sie reden, mailen oder eine Präsentation machen müssen:
Kommunizieren Sie immer spannend! Errichten Sie einen Spannungsbogen,
indem Sie zum Beispiel ein Thema anschneiden, dann aber noch nicht
alles dazu sagen. Vermeiden Sie hölzerne Ausdrucksweisen,
verwenden Sie sprachliche Bilder.
3. Du sollst niemanden zutexten!Halten Sie sich immer an die KKK-Regel: Kurz, klar und knackig!
Garnieren Sie Ihre Kernbotschaften nicht mit Unwichtigem, holen Sie
nicht zu weit aus. Eine Einleitung in zwei Sätzen genügt bei
den meisten Botschaften vollauf.
4. Du sollst NUTZEN kommunizieren!Es soll Ihren Mailempfängern und Gesprächspartnerinnen etwas
bringen, mit Ihnen zu kommunizieren. Der Mensch orientiert sein
Verhalten nun mal am Nutzen, den er erhalten kann. Sagen, schreiben
Sie, was es bringt, Ihnen zuzuhören. Damit wecken Sie jene
Aufmerksamkeit, die Sie wollen.
5. Du sollst ehrlich kommunizieren!Es wird immer dann schwierig in der Kommunikation, wenn wir negative
Botschaften übermitteln müssen. Wir neigen dann zum
Beschönigen, oft sogar zum Lügen. Klartext-Kommunikation
heisst aber, Wahrheiten nicht mit süsser Sauce zu
übertünchen.
6. Du sollst Menschlichkeit zeigen!Fühlen Sie sich in Ihre Kommunikationspartner ein! Überlegen
Sie sich vor jeder E-Mail, vor jedem Telefonanruf und jedem
Gespräch, was Sie an der Stelle Ihres Botschafts-Empfängers
erwarten würden – und handeln Sie entsprechend.
7. Du sollst nicht drauflos plappern!Wenn Sie KLARTEXT reden oder schreiben möchten, müssen Sie
sich vorher Klarheit verschaffen: Wo stehen Sie selber, was
möchten vermitteln? So wird Ihre Kommunikation überzeugend,
und Sie erreichen, was Sie wollen.
8. Du sollst kein Juristendeutsch verwenden!Das trockene Amtsdeutsch zeichnet sich durch die übermässige
Verwendung von Substantiven auf –heit, -ung, -ismus oder
–schaft aus. Verwenden Sie mehr Verben. Vermeiden Sie zudem
Genitivketten: Nicht so: „Der Wortlaut des Beschlusses des
Landtags von Baden-Württemberg“ ist hölzern. Besser:
„Der Landtag von Baden-Württemberg hat wörtlich
festgelegt…“?
9. Du sollst auf den Ton zwischen den Zeilen achten!Wenn die Krankenschwester der betagten Patientin nach deren Läuten
sagt „Aber nicht schon wieder, Frau Schneider!“, dann
schwingt hier ein Vorwurf mit. Denken Sie immer daran, dass es neben
dem Inhalt auch eine Appell-Ebene („lassen Sie das ewige
Läuten!“) und eine Beziehungs-Ebene gibt. Und noch etwas:
Auch die Körpersprache beeinflusst Ihre Wirkung. Ein Lächeln
macht vieles leichter!
10. Du sollst Feedback geben!Haben Sie nicht auch schon jemandem eine E-Mail gesandt, etwa mit einer
Anfrage? Und dann einfach keine Reaktion bekommen? Vielleicht ist die
Erledigung Ihres Anliegens zwar angekommen, aber erst nach Tagen. Das
ist wirklich schlechter Stil. So gut wie Sie im mündlichen
Gespräch nicken, Ja sagen oder sonst wie signalisieren, dass die
Botschaft des Absenders angekommen ist, müssen Sie das auch im
Mailverkehr tun.