Oslon LED von Osram Opto Semiconductors sind mit vereinheitlichten
Lötpads flexibel LED ist nicht gleich LED. Das zeigt sich nicht
nur bei den Leistungsdaten und den Abmessungen, sondern auch bei den
Lötpads und den Verarbeitungsmöglichkeiten. Osram Opto
Semiconductors hat auf Basis der Oslon-Familie jetzt ein Konzept
für einheitliche Lötpads entwickelt. Kunden können damit
leichter LED verschiedener Hersteller einsetzen (Second Source) und die
Aufwendungen für Lagerhaltung und Prozessanpassungen reduzieren
sich.
Second Source bezeichnet die Möglichkeit, verschiedene Lieferanten
für ein Produkt in ein Projekt oder eine Produktserie einzubinden.
Dazu sollten die Produkte ohne Mehraufwand und gleichzeitig in der
laufenden Produktion verwendbar sein. Beim Einsatz von LED-Komponenten
ist eine Second Source aufgrund der höheren Liefersicherheit
übliche Praxis, doch die Komponenten verschiedener Hersteller
unterscheiden sich in der Regel auch in Bezug auf die
Bauteilabmessungen und die Form der Lötpads voneinander. Daher
sind für die LED von zwei Herstellern in der Regel auch zwei
Platinen erforderlich. Das treibt sowohl die Kosten für die
Lagerhaltung als auch für die Prozessanpassung in die
Höhe.
Platinenlayout nur einmal anpassen Für Keramik-LED-Bauteile, zu denen die gesamte Oslon-Familie
gehört, hat Osram Opto Semiconductors in Regensburg daher ein
Konzept entwickelt, welches das Platinen-Lötpad-Design so
anpassbar macht, dass dieses für LED-Komponenten von mindestens
zwei verschiedenen Hersteller verwendbar ist. Das Konzept lässt
sich sowohl mit Metallkern- und FR4-Platinen als auch mit
Keramikplatinen umsetzen.
Dr. Christian Gärtner, Oslon Projektleiter in Produktentwicklung
Allgemeinbeleuchtung bei Osram Opto Semiconductors, erklärt:
„Es ist nur eine kleine Anpassung im Verarbeitungsprozess
nötig, die Vorteile kommen aber langfristig zum
Tragen.“ Das kombinierte Platinen-Design entsteht aus dem Design
einer der beiden LED-Komponenten. Die einzelnen Lötflächen
werden in weitere Segmente unterteilt – in elektrisch
angeschlossene und elektrisch nicht angeschlossene. Bei geeigneter Wahl
der Abstände zwischen den Lötflächen lässt sich nun
auch das zweite LED-Produkt – um 90° gedreht – auf dem
vereinheitlichten Platinen-Design befestigen. Anode und Kathode beider
LED-Komponenten werden mit den gleichen elektrisch kontaktierten
Segmenten verbunden. Durch die zusätzliche Unterteilung der
Lötflächen richten sich beide LED-Typen beim
Reflow-Lötprozess selbsttätig an den Kanten der
Lötflächen aus. Die leuchtende Fläche befindet sich
für beide LED-Komponenten in gleicher lateraler Position auf der
Platine – das heißt in gleicher Ausrichtung in der
Platinenebene. Bei gleichem Abstrahlverhalten der LED können auch
die gleichen Sekundärlinsen und Reflektoren verwendet werden.
Dabei werden weder die LED-Bauteile noch die Endanwendung in ihren
Eigenschaften verändert.
Vorteile ausschöpfen Das neue Konzept vereinfacht die Verarbeitung von LED-Komponenten
verschiedener Hersteller erheblich, denn es sind keine weiteren
Anpassungen des Platinendesigns mehr erforderlich. Außerdem
entfällt die doppelte Lagerhaltung, was wiederum die Kosten
reduziert. Christian Gärtner bringt die Vorteile auf den Punkt:
„Die Effizienz und Performance unserer Oslon-Familie ist weltweit
unumstritten. Das Konzept für ein flexibles Lötpad-Design
gibt unseren Kunden die Freiheit, für unsere leistungsfähigen
LED-Komponenten auch eine Second Source mit einzuplanen, ohne dass es
Einschränkungen durch mechanische Parameter gibt.“
Weitere Informationen unter
www.osram-os.com/