Branchenthemen LASER World of PHOTONICS World of Photonics Congress LASER World of PHOTONICS CHINA LASER World of PHOTONICS INDIA
HOME
FACHTHEMEN
BUSINESS LIFE
Suche in...
 TERMINDATENBANK 
go
Stichwortsuche
in/im
in/im
 nur Highlights
an/am
von - bis
 - 
 KONFERENZPROGRAMM 
go
Stichwortsuche
Suche über Themengebiet
Suche über Konferenz
 
:-) my.world-of-photonics.net
Username 
Passwort 
Passwort vergessen? 
Jetzt registrieren!
i Alles über my.world-of-photonics.net






Mercateo - der Megahändler für Geschäftskunden im Internet

Seite drucken Seite weiterempfehlen  |   English
PRODUKTINNOVATION
Laser Zentrum Hannover e.V.
Automatisiertes Hochleistungsauftragschweißen großflächiger Schutzschichten

Um 400 Prozent höhere Prozessgeschwindigkeiten für das Auftragen von Verschleiß- und Korrosionsschutzschichten auf große Bauteile haben sich das Laser Zentrum Hannover (LZH e.V.) und drei Industriepartner zum Ziel gesetzt. In dem KMU-Projekt HoDopp entwickeln sie dazu eine absolut neuartige Prozesskombination von nicht-übertragenem Lichtbogen und gezielter laserbasierter Bauteilerwärmung. Die hohe Reinheit des aufgeschweißten Materials soll bereits in der ersten Schicht einen ausreichenden Schutz des Bauteils gewährleisten.
Beim derzeit eingesetzten MSG-Auftragschweißverfahren schmilzt ein Lichtbogenplasma Drahtelektrode und Werkstück gleichzeitig auf. Dabei liegt der Aufmischungsgrad der Materialien bei 30%, so dass der Beschichtungsprozess bis zu dreimal wiederholt werden muss, um eine ausreichende Qualität der Schutzschicht zu erreichen. Bei maximalen Auftragraten von nur 5 kg/h dauert das Beschichten eines Quadratmeters mit dieser Technik bis zu 24 Stunden und erzeugt hohe Energie- wie Personalkosten.
Mit dem im Juni 2012 gestarteten Projekt HoDopp wollen die Entwicklungspartner vierfach höhere Auftragraten von bis zu 20 kg/h bei gleichzeitiger Reduzierung der Einschweißtiefe sowie Aufmischungen < 5% erreichen, so dass nur eine einzige Schicht aufgetragen werden muss. Dies will man durch eine Entkopplung der Einbrandsteuerung vom Aufschmelzen des Drahtwerkstoffes erreichen und so Produktivität sowie Qualität des Schweißverfahrens erheblich steigern.
Zur Umsetzung dieser ehrgeizigen Ziele werden zwei Einzelverfahren auf vollkommen neue Weise verknüpft: Im süddeutschen Unternehmen MERKLE Schweißanlagen-Technik wird ein modifiziertes MSG-Auftragschweißverfahren optimiert, bei dem der eingesetzte Lichtbogen ohne Kontakt zum Werkstück zwischen zwei Elektroden brennt. Über eine Anpassung von Düsenform und Brennerstellung sowie durch Verminderung der Schutzgasmenge wird ein stabiler und spritzerfreier Prozess angestrebt.
In der Abteilung Werkstoff- und Prozesstechnik am LZH arbeitet man am zweiten Prozessschritt: Ein Diodenlaser der neuesten Generation mit schwacher Leistung < 0,5 kW soll für einen geringen wie homogenen Einbrand am Werkstück sorgen. Der Laser fokussiert auf das Bauteil kurz bevor die Schmelze der beiden Drähte auftrifft und führt zum Anschmelzen der Werkstückrandschicht. Eine Ablenkvorrichtung steuert dabei die Temperaturverteilung.
Für Jörg Hermsdorf, Gruppenleiter Maschinen und Steuerungen, ist die Verknüpfung der Einzelprozesse ideal: „Beide Werkzeuge können in der Kombination ihre Stärken voll ausspielen. Für das Aufschmelzen des Auftragmaterials wird viel Energie benötig, welche der Lichtbogen zur Verfügung stellt. Der Laser hingegen arbeitet mit geringer Leistung gezielt und gesteuert ausschließlich zur Erzeugung einer homogenen Anbindung des Auftragmaterials.“
Durch die Kombination aus innovativem Lichtbogenverfahren und preiswerter Diodenlasertechnik rechnen die Projektpartner damit, die Bearbeitungszeit auf nur 6 h/m² reduzieren und das Auftragschweißen besonders für große Flächen ab 1 x 2m deutlich rentabler gestalten zu können. Kostengünstig und weniger zeitintensiv bei gesteigerter Qualität – diese Faktoren machen das innovative Verfahren für viele Anwendungsbereiche interessant. Neben dem klassischen Werkzeug- und Formenbau der Automobilindustrie seien beispielhaft das Aufpanzern von Wellen, Walzen und Aufspannflächen, das Reparaturschweißen an beschädigten Flurförderzeugen oder das Auftragen abriebfester Schichten an stark beanspruchten Stellen von Ölbohrgestängen genannt.
HoDopp (Hochleistungsauftragschweißen mit Doppeldrahttechnik bei nicht übertragenem Lichtbogen und Laser gestützter Einbrandsteuerung) wird vom BMBF im Programm KMU-innovativ/Produktionsforschung über die kommenden zwei Jahre gefördert. Neben den genannten Projektpartnern sind die Unternehmen G+F Strate GmbH sowie die Druckguss Service Deutschland GmbH für die Bereiche Erprobung, Qualitätssicherung und Spezifikation beteiligt.

Weitere Informationen unter http://www.lzh.de/


PRODUKTINNOVATION
weitere Beiträge ( 330 )  weitere Beiträge ( 330 ) 
Coherent
UV-Laser mit höchster Leistung für die Mikromaterialbearbeitung  go
Coherent
Bahnbrechenden Sub-10 fs Laser bei 550 mW go
Trumpf - C1.241
Gebündelte Laserkompetenz - neue Strahlquellen für die Materialbearbeitung go
TECHNOLOGIEN
weitere Beiträge ( 87 )  weitere Beiträge ( 87 ) 
Universität Würzburg
Eine neue Art von Laser go
Fraunhofer IPMS
Laser statt Bohrer go
Duke University
Do-it-yourself invisibility with 3-D printing go
NEUES VON MESSEN UND CONGRESS
weitere Beiträge ( 14 )  weitere Beiträge ( 14 ) 
40 Jahrfeier in München
LASER World of PHOTONICS 2013 gibt der Branche Aufwind go
LASER World of PHOTONICS
Ausstellerneuheiten im New Products Guide 2013 go
Messe München
Das Rahmenprogramm der LASER World of PHOTONICS 2013 go
KÖPFE
weitere Beiträge ( 10 )  weitere Beiträge ( 10 ) 
Herbert Walther Award
Jeff Kimble wins 2013 Herbert Walther Award go
SPECTARIS - B2.284
Wenko Süptitz leitet SPECTARIS-Fachverband Photonik + Präzisionstechnik go
TU Dresden
Körperzellen als Laser go
MÄRKTE-TRENDS
weitere Beiträge ( 42 )  weitere Beiträge ( 42 ) 
Photonics Industry Report 2013
Weiterhin starkes Wachstum bis 2020 go
beratungsgruppe wirth + partner
Sonnige Aussichten für junge Ingenieure und Physiker in der Laser-/Optikindustrie go
VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel
Photovoltaik-Maschinenbau erwartet ein weiteres schwieriges Jahr go
PHOTONICS INTERVIEW
weitere Beiträge ( 6 )  weitere Beiträge ( 6 ) 
INTERVIEW Dr. Helmut Selbach, Polytec GmbH
Licht in "voller Breite" go
INTERVIEW Prof. Dr. Waidelich
Von der Kongress-Messe zur Messe mit Kongress go
INTERVIEW Dr. Wilhelm Kaenders, Toptica Photonics AG
Innovation, Kreativität und öffentliche Wahrnehmung go


 News - 22.05.2013
 zurück    top