Nicht immer hat man wochenlang Zeit, sich auf eine Rede vorzubereiten. Manchmal wird man auch spontan gebeten, etwas zu einem bestimmten Thema oder einer Diskussion beizutragen. Gut, wer da als Persönlichkeit selbstsicher genug ist. Besser, wer vielleicht schon die eine oder andere vorbereitete Rede gehalten hat. Und am besten, wer sofort und spontan zu einem Thema sprechen kann. Die Stegreifrede als Königsdisziplin der Rhetorik ist immer wieder aufs Neue eine persönliche Herausforderung, die Spaß macht – vorausgesetzt, man weiß, wie man dabei glänzen kann.
Stellen Sie sich vor, Sie werden gebeten, ein Statement zum Thema „Sinn- oder Unsinn von Bürgerentscheiden“ abzugeben. Vor Ihnen sitzen fremde Menschen, die Sie erwartungsvoll anschauen. Sie spüren, wie Ihr Herz schneller schlägt. Ihr Mund wird trocken. „Hoffentlich“, denken Sie, „fällt mir jetzt etwas Vernünftiges ein.“ Schließlich quetschen Sie ein paar Worte heraus: unsicher, gepresst. Ihre Stimme hört sich fremd an. Und schon ist es passiert: Blackout, Denkblockade. Ärgerlich. Noch ärgerlicher: Fünf Minuten später fällt Ihnen alles Mögliche zum Thema ein. Wie lassen sich solche peinlichen Situationen vermeiden?
Entscheidend ist, dass Sie, sobald Sie das Wort ergreifen sollen, möglichst schnell einen Redeeinstieg finden, so dass Ihr Körper gar keine Zeit hat, Adrenalin zu produzieren, das bei längerem Überlegen zur Blockade im Gehirn führt. Sobald Sie dann einmal am Reden sind, werden Sie merken, wie Ihnen die Ideen und Einfälle nur so zufliegen. Das glauben Sie nicht? Mit folgenden fünf Tipps finden Sie schnell brillante Einstiege für ihre Rede:
1. Sie sprechen jene Fragen, die Sie sich sonst im Stillen stellen, laut aus und lassen Ihre Zuhörer quasi an der Geburt Ihrer Gedanken teilhaben:
- Woher kommt der Begriff Bürgerentscheid?
- Warum ist Mitentscheiden so wichtig für eine Demokratie?
- Wann benötigen wir einen Bürgerentscheid?
- Welche Bedeutung haben Bürgerentscheide für uns?
- Wo sollte man besser darauf verzichten?" usw.
Auf welche dieser Fragen Sie dann antworten, entscheiden Sie spontan. Es wird naturgemäß die Frage sein, deren Beantwortung Ihnen am leichtesten fällt. Und schon haben Sie den Einstieg geschafft.
2. Sie zeigen die Entstehung oder Entwicklungsgeschichte des Themas auf, d.h.
- Sie werfen einen Blick zurück in die Vergangenheit ("Wie war es früher?"),
- kommen dann auf die Gegenwart
- und können dann noch einen Blick in die Zukunft werfen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche 3 Einstiegshilfen Sie noch verwenden können!