MäRKTE-TRENDS
BITKOM: 2008
Die wichtigsten Neuerungen im IT- und Telekommunikationssektor

Im neuen Jahr müssen sich Verbraucher und Unternehmen wieder auf eine Reihe gesetzlicher Änderungen einstellen. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hat für den ITK-Sektor eine Übersicht der wichtigsten Neuerungen zusammengestellt:

  • Handy-Parken erlaubt: Eine Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung erlaubt ab 2008 das Handyparken. Bisher mussten Autofahrer in städtischen Parkzonen einen schriftlichen Beleg an einem Automaten ziehen und gut sichtbar in ihr Fahrzeug legen. Der Neuregelung war ein erfolgreicher zweijähriger Feldversuch in 15 Städten vorausgegangen. Dabei nutzten Autofahrer diese Option mehr als 50.000 mal pro Monat und die Kommunen profitierten von geringeren Kosten. In der Regel müssen sich Handyparker einmalig im Internet anmelden – unter anderem mit ihrer Mobilfunknummer, der Kontoverbindung und dem Kennzeichen. Wollen sie später ihr Auto parken, rufen sie zu Beginn und am Ende der Parkzeit eine Servicenummer von ihrem Handy aus an. Die Gebühren werden monatlich minutengenau vom Konto abgebucht. Das neue Verfahren wird ab Februar zuerst in den Städten Köln und Hamburg eingeführt. Es folgen die Städte Potsdam im März und Berlin im April 2008. Mehr Infos unter http://www.mobil-parken.de/.
  • Vorratsdatenspeicherung: Ab 2008 sind die Telekommunikationsanbieter verpflichtet, die Verbindungsdaten aller Telefongespräche im Festnetz und im Mobilfunk für sechs Monate zu speichern. Gespeichert werden nicht die Gespräche selbst, sondern Rufnummer, Dauer des Telefonats sowie die Standortdaten von Handys. Die Daten sollen den Ermittlungsbehörden zur Prävention und Verfolgung von Straftaten dienen. Den Unternehmen entstehen einmalige Kosten in Höhe von 75 Millionen Euro für den Aufbau der entsprechenden Infrastruktur und laufende Kosten in zweistelliger Millionenhöhe pro Jahr. Der BITKOM fordert, die Anbieter für diese Leistungen zu entschädigen. Ab 2009 folgen weitere Speicherpflichten für die E-Mail-Kommunikation, den Aufruf von Webseiten und die Internettelefonie.
  • Urheberrecht: Zum 1. Januar 2008 tritt das lange und kontrovers diskutierte, neue Urheberrecht in Kraft. Ein Schwerpunkt ist die Novellierung des Abgabensystems für Aufzeichnungsgeräte wie DVD-Rekorder und Speichermedien wie zum Beispiel CD-Rohlinge. Die Abgaben dienen als Ausgleich für das erlaubte, private Kopieren von Musik, Texten und anderen Daten. Die Abgaben werden von den Verwertungsgesellschaften eingenommen und nach Abzug interner Verwaltungsaufwendungen an die Urheber ausgeschüttet. Bisher wurden die Abgaben für klassische IT-Geräte und Speichermedien im Gesetz festgelegt. Künftig müssen die Verwertungsgesellschaften und Industrieverbände diese verhandeln. Die Abgaben richten sich nach der tatsächlichen Nutzung des Gerätes für Kopierzwecke und müssen wirtschaftlich angemessen sein.
  • Handy-Blocker: Im Jahr 2008 führen mehrere Bundesländer gesetzliche Regelungen ein, die es den Justizbehörden erlauben, in Gefängnissen so sogenannte Mobilfunkblocker einzusetzen. Die Geräte verhindern unerlaubte Handy-Gespräche der Insassen. Die Mobilfunkblocker erzeugen ein Störsignal, das die Signale der Handynetze überlagert und produzieren so ein künstliches Funkloch. Problematisch ist, dass eine punktgenaue Abgrenzung der Störfelder technisch kaum möglich und mit einer Beeinträchtigung des Mobilfunkverkehrs außerhalb des Gefängnisareals zu rechnen ist. Der BITKOM hat die Pläne deshalb kritisiert.
  • Unternehmensteuerreform: Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 senkt der Gesetzgeber die Steuersätze für Unternehmen von durchschnittlich 38,6 Prozent auf 29,8 Prozent. Damit rückt Deutschland bei der nominellen Steuerbelastung im internationalen Standortvergleich ein gutes Stück nach vorn. Allerdings werden die geringeren Steuersätze mit einer Verbreiterung der steuerlichen Bemessungsgrundlage erkauft. Die ITK-Industrie trifft vor allem die Senkung der Betragsgrenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter auf 150 Euro und die anteilige Hinzurechnung von Lizenzgebühren bei der Gewerbesteuer – zum Beispiel für Software.

 



PRAXIS
weitere Beiträge ( 321 )  weitere Beiträge ( 321 ) 
Hewitt
Nullrunden für Europas Arbeitnehmer go
Business
Erfolgsfaktor Körpersprache - 3 Beispiele go
Business
5 Tipps, wie Sie Ihre Kreativität beweisen go
MÄRKTE-TRENDS
weitere Beiträge ( 84 )  weitere Beiträge ( 84 ) 
Kienbaum
Vergütung von Führungskräften & Spezialisten in technischen Funktionen 2012 go
Kienbaum: Social Media Recruiting
Riesiges Potenzial für Arbeitgeber aber skeptische User go
Human Ressource
Top Performer erkennen mit Personaldiagnostik go
KARRIERE TIPPS
Artikel verbergen  Artikel verbergen 
Bachelor und Master
Ingenieure mit guten Perspektiven go
Forsa
Die 3 Top-Wünsche an den Chef für 2010! go
Personality
Checkliste: Welche Erfolgspersönlichkeit sind Sie? go
Arbeitnehmer-Datenschutz
Das darf der Chef kontrollieren go
Hewitt: Fringe Benefits Deutschland 2009
Top-Leute werben mit den 6 beliebtesten Nebenleistungen go
Universität Freiburg
Neuer Online-Studiengang Photovoltaik go
Rhetorik
Die 3 rhetorischen Todsünden go
Selfmarketing
Vermeiden Sie die 7 größten Stimmfehler go
Management
8 Tipps für einen glaubwürdigen Führungsstil go
Management
4 Maßnahmen für mehr Respekt von Ihren Mitarbeitern go
Presentation
Die 7 Geheimnisse des Obama-Flüsterers go
Selfmarketing
Mit 3 Strategien zum charismatischen Projektleiter go
Studienkompass 2009
Optische Technologien - Studieren in Bayern go
Selfmarketing
Besser verkaufen in Krisenzeiten - 10 Tipps! go
Selfmarketing
11 Gesten, die Sie verraten go
Selfmarketing
Die 11 wichtigsten Dos & Don'ts go
Karriere
High-Tech - Weiterbildung macht fit für die Zukunft! go
Führung
3 Fettnäpfchen für eine neue Führungskraft go
Führung
Die 8 häufigsten Fehler beim Delegieren go
Berufliche Spitzenleistung
8 Frühwarnsignale für schwindende Motivation go
Organisation
10 Regeln für Ihre optimale Tagesplanung go
Karriereplattform
Arbeitgeberverzeichnis Elektronik go
Fachkräftemangel
Die 4 gefragtesten Berufe go
GESETZ
weitere Beiträge ( 34 )  weitere Beiträge ( 34 ) 
BGH-Urteil
Strengere Strafen bei Steuerhinterziehung go
Bitkom-Leitfaden
Rechtliche Aspekte von Outsourcing in der Praxis go
Neues GmbH-Recht
Das müssen Sie wissen go